. „Schön, dass du da bist“ steht über der großen Tür des renovierten Schulhauses in Altheim. Man merkt den Lehrern die Freude über das neue Schuljahr mit den frischgebackenen Fünftklässlern an. Doch nicht nur ihnen, sondern auch den 40 Schülern, die sehnsüchtig dem ersten Schultag an der privaten Realschule entgegenfieberten.

Sie alle empfingen am Montagabend den Segen des Altheimer Pfarrers Ronald Scholz. Der Theologe fragte die Kinder, die sich vor ihm versammelt hatten, was er denn hier unterrichten würde. „Englisch“, antwortete ein Junge, was für Lacher sorgte. Anschließend sprach Scholz ein Gebet und lud die Eltern der Kinder ein, mitzubeten für Geduld und einen liebevollen Umgang mit den Kindern im neuen Schuljahr.

Schon bei der Willkommensfeier und Klasseneinteilung seien die Kinder sehr aufgeregt gewesen, bei dieser Gelegenheit konnten sie sich kennenlernen, wie die Lehrer Bettina Ehringer und Werner Kobes berichteten. „Die Atmosphäre war heute gut, und die Schüler hatten schon viele Fragen“, sagte Ehringer.

Jule Gnann ist eine von ihnen. Ihr gefalle es dort richtig gut, weil die Lehrer so nett seien, sagt die Zehnjährige: „Man hat von ihnen viel Gutes gehört, deshalb wollte ich hierher.“ Sie findet es aufregend, als neue Fünftklässlerin in der Realschule zu sein. Und auch ihr Patenonkel, der selbst schon in Altheim zur Schule ging, als diese noch staatlich war, ist sehr angetan. „Es ist wichtig, dass es hier weitergeht.“ Besonders gut gefällt dem Altheimer, dessen Tochter ebenfalls zu den neuen Schülern zählt, das Umfeld und Konzept, die Schüler in den Hauptfächern von zwei Lehrern zu unterrichten. „Das Pilotprojekt hat mich begeistert“, sagte der Familienvater. Sollten die Schüler im Stoff nicht ganz so gut mitkommen, würden sie gefördert und man könne auf sie eingehen.

Auf die Kinder einzugehen und sie vor allem persönlich zu kennen, ist auch den vier Lehrern wichtig. Man wollte gerade kein unpersönliches Schulzentrum mit vielen Schülern schaffen. Auch weiterhin soll die Schule mit je zwei Klassen pro Jahrgang geführt werden. Außerdem möchten die Lehrer, dass die Kinder ganz nach dem Motto „Vom Müssen zum Wollen“, das vor der Schule auf einem Schild steht, Spaß haben am Lernen. Bettina Ehringer ist es auch wichtig, „den Schülern Werte zu vermitteln wie Höflichkeit und Respekt vor anderen oder auch dem Eigentum anderer“.

Zusammen mit ihren drei Kollegen wird sie am Donnerstag zum ersten Mal Unterricht nach Stundenplan halten in den zwei Klassen. Zuvor sind noch eine Schulhaus- und Altheim-Rallye geplant, um die Schüler mit dem Dorf vertraut zu machen. Denn einige von ihnen kommen nicht aus Altheim und den umliegenden Dörfern, sondern bis aus Bernstadt oder Lonsee. Viele der Fünftklässler sind aus dem Kreis Heidenheim. Für sie wurde eine Buslinie geschaffen – ein privates Busunternehmen aus Altheim betreibt nun einen Schulbus.

Damit ist auch Bürgermeister Andreas Koptisch sehr zufrieden, genau wie über das fertige Ergebnis. „Es war eine Punktlandung“, sagte er am Montag. Denn in den letzten Wochen gab es noch viel zu tun für Lehrer, Handwerker und Gemeinde. .