Vortrag Pfarrer Ignatius stellt Projekte in Uganda vor

Pfarrer Ignatius Ndawula zeigte den Besuchern, was in Uganda vorankommt.
Pfarrer Ignatius Ndawula zeigte den Besuchern, was in Uganda vorankommt. © Foto: Vanessa Arslan
Dietenheim / Vanessa Arslan 05.09.2018

Ein gemütlicher Abend mit Blasmusik und den Erzählungen des ugandischen Priesters Dr. Ignatius Ndawula, Pfarrer Ignatius, war auf dem Dietenheimer Kirchhof vorgesehen. Doch das Wetter machte nicht mit. Anfangs spielte die kleine Besetzung der Stadtkapelle Dietenheim noch gegen die Tropfen an, die vom Himmel fielen, und versuchte mit schwungvollen Stücken die Regenwolken zu vertreiben. Vergebens.Pfarrer Ignatius, der seit 13 Jahren als Urlaubsvertretung in die Seelsorgeeinheit Dietenheim-Illerrieden reist, ließ sich vom Wetter aber nicht beeindrucken. Mit vielen Bildern über seine Arbeit und die Projekte, die durch Spenden aus dem Illertal finanziert wurden, informierte er die rund 60 Besucher, die den Erzählungen des Pfarrers beim Stadtcafé lauschten.

Für Staunen sorgten die Bilder über die landesüblichen Toiletten. In einem Kindergarten gab es für 200 Kinder gerade mal eine Toilette. Auch der Zustand des stillen Örtchens ließ zu wünschen übrig. Mittlerweile wurden die Sanitäranlagen auf sechs Toiletten erweitert. Auch die Impressionen über den 30 Meter tiefen Brunnen beeindruckten die Gäste. „Mit den bloßen Händen hat man den Brunnen gegraben“, erklärte Pfarrer Ignatius. Der alte Brunnen war in schlechtem Zustand, woraufhin im Oktober 2017 ein neuer gebaut wurde. Der Brunnen stellt so viel Wasser bereit, dass man gleich zwei große Wassertanks damit füllen kann.

Zudem wurde ein Pumpensystem installiert, das zehn Familien mit Wasser versorgt, so dass sie damit für uns selbstverständliche Dinge wie Kochen und Duschen bewerkstelligen können. Geregelte Mahlzeiten sind in Ignatius Heimat Lugazi in Uganda auch nicht selbstverständlich. Mit den Spenden jedoch wurden zwölf Grundschulen mit Maismehl versorgt. 300 Kilogramm werden pro Schulhalbjahr benötigt.

Gerade als Pfarrer Ignatius eine Karte von Uganda an die Leinwand projizierte und mit Infos über aktuelle Projekte loslegen wollte, tobte das Gewitter so stark, dass die Veranstaltung beendet wurde. Für die nächsten Projekte wie die Schulspeisung, die Renovierung einer Grundschule und den Neubau einer Kochstelle kamen dennoch 2000 Euro zusammen. 1050 Euro wurden im Spendenkorb gesammelt, 200 Euro durch eine Privatspende dazu. Max Semler rundete den Betrag im Namen der Firma Semler dann auf 2000 Euro auf.

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