Ringingen Pfannkuchen-Fest im Musikerheim

War zwei Tage lang beim Pfannkuchenfest in Ringingen der Tablettträger: Simon Stöferle.
War zwei Tage lang beim Pfannkuchenfest in Ringingen der Tablettträger: Simon Stöferle. © Foto: LISA MARIA SPORER
Ringingen / LISA MARIA SPORRER 04.04.2016
Von „herzhaft und pikant“ bis hin zu „süß und sinnlich“: In Ringingen fand am Wochenende zum achten Mal das Pfannkuchen-Fest im Musikerheim statt. Der Andrang wird von Jahr zu Jahr größer.

Gefühlte 400 bis 500 Mal trug Helfer Simon Stöferle am Wochenende in Ringingen das befüllte Tablett durch die vollen Räume und wieder zurück zur Küche, um Nachschub zu holen. Zum achten Mal veranstaltete der Musikverein Ringingen sein PfannkuchenFest. Und die Helfer hatten einiges zu tun. „So viel los war noch nie“, sagte Joachim Trapp, Vorsitzender des Vereins. Im Eingangsbereich des Musikerheims stauten sich zeitweise zwischen den beiden Proberäumen, die liebevoll dekoriert und gedeckt waren, die Besucher.

Auch Wilfried Eulert, der mit seinen beiden Enkelkindern aus Krumbach dort wartete, hoffte darauf, dass seine Frau Ursula einen Platz ergattern würde. „Wenn es heute so voll ist, kommen wir halt morgen noch mal wieder“, sagte er und bestellte kurzerhand für die Kinder zwei Pfannkuchen zum Mitnehmen.

Was beim Platz mangelte, gab es in der Speisekarte reichlich: Auswahl. Da konnte man wählen zwischen Pfannkuchen in schwäbischer Art, gefüllt mit Linsen, Wienerle und Speck; Pfannkuchen griechisch mit Gyros und Zaziki; oder einen Pfannkuchen indischer Art mit Curry-Putengeschnetzeltem und Curcuma verfeinert. Insgesamt acht Variationen standen unter der Rubrik „herzhaft und pikant“ auf der Karte. Zur Vorspeise gab es etwa Flädlesuppe, zum Nachtisch die „süß und sinnlichen“ Pfannkuchen. Mit Vanilleeis, Apfelmus oder Zimt.

„Mit acht Pfannkuchenvariationen haben wir angefangen“, sagte Trapp. Heute gibt es 14 verschiedene Arten. Der beliebteste Pfannkuchen sei wie voriges Jahr der Pfannkuchen „Allgäuer Art“, mit Speck, Schinken, Lauch und Käse überbacken, sagte der Vereinsvorsitzende. Außerdem variiere man von Jahr zu Jahr auch ein wenig. Für die Gäste, die sowohl samstags als auch sonntags kämen, halte die Karte auch Alternativgerichte wie Wurstsalat oder Schnitzel mit Pommes bereit.

Ein Kinderschnitzel hatte sich der siebenjährige Florian von den Eltern bestellen lassen. „Wir probieren es jedes Jahr wieder, ob wir ihn nicht mal zu einem Pfannkuchen überreden können“, sagte Mutter Christin Mayer. „Eigentlich mag doch jedes Kind Pfannkuchen.“

Fasziniert schaut der kleine Erbacher immer wieder durch die Tür in die Küche, weil dort die Pfannkuchen durch die Luft gewirbelt und anschließend rasch belegt wurden, um dann im Sauseschritt an die Tische gebracht zu werden. „12 Pfannkuchen schaffen wir in der Minute“, sagte Trapp. Insgesamt an den beiden Tagen also knapp 3000 Stück, rechnete er hoch. Die Füllungen hatten die Vereinsmitglieder schon im Vorfeld zubereitet, so dass die 15 Helfer in der Küche nicht noch mehr Stress bekamen.

„Das ist eine tolle Gelegenheit, hier beisammen zu sein, lecker zu essen und anschließend auch noch an der Bar etwas zu trinken“, sagte ein Besucher, der mit ein paar Arbeitskollegen einen Tisch bekommen hatte. „Dafür waren wir aber auch wirklich früh hier“, sagte er. Dass das Pfannkuchen-Fest, das ursprünglich zum Unterhalt des Musikerheim beitrage sollte, jedes Jahr so ein großer Erfolg ist, freut Trapp natürlich: „Aber noch mehr Pfannkuchen an einem Wochenende zu machen, das geht leider nicht.“

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