Erbach Pater Lambert Hertweck gibt in Erbach Gesundheitstipps

Pater Lambert referierte in Erbach über die Gesundheit.
Pater Lambert referierte in Erbach über die Gesundheit. © Foto: Franz Glogger
Erbach / FRANZ GLOGGER 07.02.2015
"Eine Krankheit nie unterdrücken. Denn: Was raus will, muss auch raus!" Das sagt der Donaurieder Pater Lambert. Beim Erbacher Forum 50plus hatte er noch andere Tipps für ein gesünderes Leben parat.

Die Nase läuft, die Augen brennen, im Hals beginnt es zu kratzen. Eine Erkältung bahnt sich an. Die passt einem aber jetzt gerade nicht ins Programm. Eine Klassenarbeit steht an, ein wichtiger Termin, im Betrieb fehlen eh schon zu viele. Zum Glück gibt es die moderne Medizin. Eine Tablette, ein paar Tropfen - und schon sind die Beschwerden wie weggeblasen. "Nicht aber die Krankheit!", mahnt der Donaurieder Pater Lambert Hertweck. Würden nur die Symptome behandelt, könne der Körper nicht seine heilenden Kräfte entwickeln, komme das, was raus will, nicht raus. Folglich: "Eine Krankheit nie unterdrücken!", sondern den Körper unterstützen, das gestörte "Fließgleichgewicht" wieder herzustellen. Im Fall eines Schnupfens ohne Fieber könne normal gearbeitet werden, eventuell etwas vermindert, und gelte es viel zu trinken. Komme Fieber hinzu, empfiehlt er Bettruhe und unbedingt sich die Zeit zu nehmen, die zum völligen Auskurieren notwendig ist.

Pater Lambert ist Elektriker, Theologe, Franziskanerpater und Heilpraktiker. Der 78-Jährige sprach im Erbacher "Forum 50plus" über ein gesünderes Leben. Mit etwa 50 Besuchern war der Treff restlos gefüllt. Außer einem jüngeren Mann waren alle im Seniorenalter.

Bei Anzeichen, dass etwas nicht stimmt im Körber, könne oft mit Maßnahmen wie vernünftigem Essen und Trinken, entgiftenden Tees, Bewegung, wenn es der Körper erlaubt, Ruhe, wenn sie gebraucht wird, viel erreicht werden bis hin zur vollständigen Gesundung.

Ärztliche Kontrolle sei zwar hilfreich, doch warnte der Pater, "ein therapeutisches Feuerwerk" abzubrennen, sprich, leichtfertig die ganze Bandbreite der modernen Arzneien einzusetzen. Falls schwere Folgeschäden drohten oder die Krankheit gar lebensbedrohend sei, sei die moderne Medizin ein Segen. Bei vielem genügten aber Naturmedizin und Hausmittel. "Das dauert zwar länger, hat aber garantiert keine unerwünschten Wirkungen".

Der Pater mahnte zugleich, nicht erst bei einer Erkrankung zu reagieren. Bewegung, die richtige Atmung - "der Bauch muss rein" -, wie man sitzt - die Füße gehören auf den Boden" - und ganz besonders Freude am Leben seien wichtig für die Gesundheit: "Machen Sie sich mal eine Freude, zwingen Sie sich zu nichts, was Sie nicht wirklich wollen, reden sie mit ihren Mitmenschen. Und wenn Sie mal etwas richtig ärgert: Dann lassen Sie es raus."

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