Machtolsheim Özdemir besucht Burkhardt-Säfte

Geschäftsführer Dieter Burkhardt (links) zeigt Cem Özdemir (Mitte) und Bürgermeister Klaus Kaufmann seinen Betrieb.
Geschäftsführer Dieter Burkhardt (links) zeigt Cem Özdemir (Mitte) und Bürgermeister Klaus Kaufmann seinen Betrieb. © Foto: up
SWP 30.10.2014
Zwei Stunden besichtigte der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, den Betrieb des Saftherstellers Burkhardt. "Hier werden mit grünen Ideen schwarze Zahlen geschrieben", sagte er.

Bei der Stallwächterparty der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin hatten sie sich kennengelernt: der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, und der Geschäftsführer von Burkhardt Säfte in Machtolsheim, Dieter Burkhardt - und dabei eine Betriebsbesichtigung vereinbart. Am Samstag machte Özdemir die Ankündigung wahr und kam mit Familie nach Machtolsheim. Burkhardt erläuterte ihnen sowie den Mitgliedern des Kreisvorstands der Grünen, Gisela Steinestel und Franz Heim von der Laichinger IGEL-Liste, und Bürgermeister Klaus Kaufmann das Konzept dieses Familienbetriebs: Burkhardt macht sich für den Erhalt von Streuobstwiesen stark, deren hoher ökologischer Stellenwert niemand anzweifele. Er zahle seinen Lieferanten dafür nicht nur höhere Preise, um die mühselige Arbeit zu honorieren, sondern lobe auch Prämien aus für das Ersetzen alter Bäume durch neue. Er bemühe sich, die Streuobstwiese populär zu machen. Dafür hat er unter anderem selbst eine solche mit pädagogisch pfiffigem Lehrpfad eingerichtet. Özdemir interessierte die Einschätzung der neuen baden-württembergischen Streuobstwiesenverordnung durch einen Experten. Der lobte sie, weil die Politik dadurch erstmalig die Bedeutung der Streuobstwiese anerkannt habe. Die bisherige Förderung sei bescheiden, aber ein richtiger Anfang, so der Machtolsheimer Unternehmer. Vieles von dem, was der ehemalige CDU-Stadtrat Burkhardt zeigte und erklärte, dürfte dem Bundesvorsitzenden der Grünen gefallen haben. Jedenfalls formulierte Özdemir als Fazit des Besuchs: Dieses Unternehmen sei "eine win-win-Situation", von dem der Betrieb selbst, aber auch die Umwelt profitiere.