Weil unbekannte Mengen von Altöl im Wasserschutzgebiet in den Boden sickerte, hat eine Spezialfirma vergangen Woche im Donauried zwischen Langenau und Elchingen an mehreren Stellen Erdreich abtragen müssen. Wie Polizei und Landratsamt Alb-Donau am Dienstagmorgen mitteilen, stammte das Öl aus insgesamt fünf offenen 25-Liter-Kanistern, die Unbekannte zuvor an drei Standorten abgelegt hatten.

Zeugen haben am Montagnachmittag vergangener Woche einen der Kanister an einem Radweg entlang der Bahnstrecke entdeckt und die Behörden benachrichtigt. Am Mittwoch dann fanden Zeugen an zwei anderen Standorten unweit der ersten Fundstelle vier weitere, ebenfalls offene Kanister, aus denen bereits Altöl in den Boden gesickert war.

Öl-Kanister nahe Trinkwasserbrunnen im Donauried entsorgt

Sämtliche Fundorte liegen im Wasserschutzgebiet und nahe von Trinkwasserbrunnen. Nach Angaben der Landeswasserversorgung konnte dank der schnellen Reaktion der Behörden der Boden rechtzeitig abgetragen und so verhindert werden, dass Trinkwasser im Untergrund verunreinigt wurde.

Polizei und Landratsamt weisen daraufhin, dass Gewässer- und Bodenverunreinigung Umweltstraftaten darstellen und mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden können.

Bereits im November und Dezember vergangenen Jahres hatten Unbekannte im Donauried ebenfalls Kanister mit Altöl ausgebracht. Im April 2017 fanden Zeugen in Öl getränkte Lappen im Trinkwasserschutzgebiet.

Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Ulm unter Tel. (0731) 1880 zu melden.