Wahl Neuwahl in Westerstetten: Bourke und Ley treten an

Sonntagabend im Rathaus: Die Anspannung der Kandidaten, Alexander Bourke (links) und Kevin Ley (rechts) ist deutlich zu sehen. In der Mitte, im blauen Pulli, steht Inge Höhe.
Sonntagabend im Rathaus: Die Anspannung der Kandidaten, Alexander Bourke (links) und Kevin Ley (rechts) ist deutlich zu sehen. In der Mitte, im blauen Pulli, steht Inge Höhe. © Foto: Thomas Vogel
Westerstetten / Helga Mäckle 04.12.2018

Lediglich 24 Stimmen betrug der Abstand zwischen Alexander Bourke und Kevin Ley bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag in Westerstetten. Für den Sieg gereicht hat es für keinen der beiden, denn im ersten Wahlgang sind dazu mehr als die Hälfte der Stimmen nötig. 1351 Bürgern haben gewählt: Bourke erhielt 650, Ley 626 und Inge Höhe, stellvertretende Bürgermeisterin von Westerstetten, 74 der Stimmen.

Damit ist klar, dass 1752 wahlberechtigten Westerstetter (siehe Infokasten) am Sonntag, 16. Dezember, erneut wählen dürfen. Wer dann die meisten der abgegebenen Stimmen auf sich vereint, wird nach den Vorgaben der baden-württembergischen Gemeindeordnung Bürgermeister von Westerstetten. Sowohl Amtsinhaber Bourke wie auch der Diplom-Kaufmann Ley haben direkt nach der Stimmenauszählung am Sonntag angekündigt, erneut anzutreten. Ob auch Inge Höhe antritt, war gestern nicht zu erfahren, sie war nicht zu erreichen.

„Obwohl ich mir erhofft hatte, dass es in der ersten Runde klappt, hat mir das Ergebnis gezeigt, dass die Westerstetter mit der Entwicklung der Gemeinde überwiegend zufrieden sind und die super Finanzlage sowie den Einsatz hierfür sehr schätzen“, sagte Bourke (38), dessen erste Amtszeit im Februar 2019 endet. Das Ergebnis zeige auch, dass die Bürger mehr einbezogen werden wollen. „Ich werde die nächsten zwei Wochen mit den Leuten das Gespräch suchen und viel im Dorf unterwegs sein“, sagte Bourke. Er tritt für die CDU an.

Er freue sich sehr über sein gutes Ergebnis, sei es doch für ihn als Außenseiter ein großer Vertrauensbeweis der Westerstetter, sagte Kevin Ley auf Anfrage. Der 33-jährige Parteilose will jetzt voller Elan „in die Verlängerung gehen“. Er überlege, wie er sich auf diese kommenden zwei Wochen vorbereiten wird, ein oder zwei öffentliche Veranstaltungen wolle er auf jeden Fall noch auf die Beine stellen. Der Diplom-Kaufmann will nach eigenen Worten weiter mit „meiner Art, meinen Inhalten und meinem Zukunftskonzept punkten“.

Zwei Namen werden also schon sicher auf den Wahlzetteln für den 16. Dezember stehen. Doch für die Neuwahl können auch neue Bewerber kandidieren. Sie müssen, wie auch Alexander Bourke und Kevin Ley, ihre Bewerbung bis spätestens morgen Abend, 18 Uhr im Rathaus abgegeben haben, wie eine Mitarbeiterin des Wahlamts in Wester­stetten erklärte. Dann gehen die neuen Stimmzettel in Druck ebenso wie die Unterlagen für die Briefwahl. Am Sonntag, 16. Dezember, sind wie vorgestern die beiden Wahllokale im Rathaus und in Vorderdenkental jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Zwei Leute mehr dürfen wählen

Wahlberechtigte Bei einer Bürgermeisterwahl dürfen alle Bürger wählen, die seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde haben und am Wahltag 16 Jahre alt sind. Am Sonntag durften nach Angaben einer Mitarbeiterin des Wester­stetter Wahlamts 1750 Leute zur Urne. Bei der Neuwahl am 16. Dezember werden es zwei mehr sein: 1752. Zwei Neubürger wohnen dann seit mindestens drei Monaten in Westerstetten und dürfen daher über ihren künftigen Bürgermeister mitentscheiden.

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