Empfang In Dellmensingen stehen große Vorhaben an

Ortsvorsteher Reinhard Härle spricht auf dem Neujahrsempfang.
Ortsvorsteher Reinhard Härle spricht auf dem Neujahrsempfang. © Foto: Franz Glogger
Franz Glogger 03.01.2018
Neues Wohngebiet, neues Gewerbegebiet, neuer Kindergarten – 2018 hat Dellmensingen einiges vor.

Die Querspange zwischen der B 311 und der B 30 sorgt noch immer für Aufregung. Zumindest war das den Worten des Dellmensinger Ortsvorstehers Reinhard Härle beim Neujahrsempfang am Montag zu entnehmen. Demnach prüft der Alb-Donau-Kreis, ob mit der Elektrifizierung der Südbahn der höhengleiche Bahnübergang nach Ersingen beseitigt werden kann, möglicherweise mit einer Unterführung. Härle stand der Begriff „Schildbürgerstreich“ förmlich ins Gesicht geschrieben, ist doch nur wenige hundert Meter davon entfernt eine Überführung für die Querspange geplant. Und eben diese sähen die Dellmensinger aus Lärmschutzgründen gerne durch eine Unterführung ersetzt. Entschieden sei noch nichts, und Landrat Heiner Scheffold habe versprochen, „dass alle Möglichkeiten geprüft werden“, sagte Härle.

Darüber hinaus werden im mit 2650 Einwohnern größten Erbacher Teilort im Wohngebiet „Gansweidäcker“ die ersten Häuser gebaut und die Planung für ein fast 20 Hektar großes Gewerbegebiet mit Anschluss an die B 30 angegangen. In die Räume der Werkrealschule –  die letzte Klasse macht dort 2019 ihren Abschluss – wird das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit 38 Schülern aus Erbach einziehen. Außerdem steht 2018 die Fertigstellung des Hochwasserschutzes an Rot und Westernach an, wofür er dankbar sei, sagte Härle. Von den rund drei Millionen Euro Kosten übernimmt das Land 1,9 Millionen.

Weiter geht Dellmensingen die Planung eines neuen Kindergartens an, zudem habe der Kreis Bereitschaft signalisiert, die Kreuzung K 7374/Lange Straße/Humlanger Straße mit einem Kreisverkehr zu entschärfen. Zuletzt war 2015 ein Radfahrer an der Stelle tödlich verunglückt.

Mit Grußworten von Erbachs Bürgermeister Achim Gaus und dem katholischen Pfarrer Joachim Haas endete der offizielle Teil. Der Chor „Sempre Avanti“ gestaltete den musikalischen Rahmen. Viel Beifall gab es dabei für den jungen Lukas Scherer und sein Mundart-Solo „I, wenn e Geld gnuag hätt“.