Bauen Neues Wohngebiet in Lonsee: Der aktuelle Stand

Im Zentrum an der Lone soll auch eine Tagespflege untergebracht werden.
Im Zentrum an der Lone soll auch eine Tagespflege untergebracht werden. © Foto: Volkmar Könneke
Lonsee / Von Pia Reiser 16.08.2018

Entlang der Lone türmen sich die Erdhaufen, die Bagger rumpeln. Im Kernort in Lonsee, zwischen Rathaus und Mühlbachhalle, tut sich gerade einiges: Die Erschließung des neuen Wohngebiets ist in vollem Gange und auch weiter nördlich, wo die Kräne stehen, wächst das neue Zentrum an der Lone in die Höhe. Ziel der Gemeinde mit den Bauprojekten: Alt und jung zusammenzubringen und wieder mehr Leben im  Ortskern zu schaffen, so formuliert es Bürgermeister Jochen Ogger. Ein Zwischenbericht:

Bauplätze Den Verlauf der künftigen Straße „An der Lone“ sieht man schon. Abwasser- und Regenwasserkanäle für das neue Wohngebiet sind gelegt, gerade werden die Wasserleitungen in den Boden gebracht. Fernwärme, Strom und Glasfaser sollen dann bald folgen, berichtet Ogger. „Bis Ende des Jahres soll die Erschließung fertiggestellt sein“, sagt er, doch das hänge auch immer vom Wetter ab. In dem Baugebiet unmittelbar neben der Lone zwischen evangelischem Gemeindehaus und der Mühlbachhalle entstehen 23 Bauplätze, die zwischen 500 und 800 Quadratmeter groß werden sollen. Auf diese gab es über 70 Bewerbungen, sie sind nun alle vergeben. „Wir konnten alle Anfragen aus Lonsee bedienen“, sagt Ogger. 18 Bauplätze wurden an Einheimische vergeben, fünf an auswärtige Bauherren. Hauptsächlich seien es junge Familien. Spätestens drei Jahre nach dem Ende der Erschließung müssen sie angefangen haben, ihre Häuser zu bauen. Die Kosten für die Gemeinde für die Erschließung belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro.

Zentrum Etwas weiter ist schon der Bau des Zentrums an der Lone. In dem Komplex mit drei Häusern und 23 Wohnungen soll auch betreutes Wohnen möglich sein sowie Platz für eine Tagespflegeeinrichtung und Gewerbe geschaffen werden.

„Wir sind im Zeitplan“, sagt Investor Sieghart Granat. Die Tiefgarage mit den 36 Stellplätzen ist im Rohbau fertig, darauf steht der Rohbau des ersten Hauses, das Dach ist schon gedeckt. Hier soll die Tagespflege mit 15 Plätzen untergebracht werden, die von der Ökumenischen Sozialstation Ulmer Alb in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt betrieben wird. Das zweite Haus mit Wohnungen wird gerade hochgezogen. „Das dritte Haus soll vor dem Jahreswechsel ein Dach bekommen“, sagt Granat. In dieses soll Gastronomie einziehen, sowie einige kleine Gewerbebetriebe, etwa eine Physiotherapie-Praxis. Laut Bürgermeister Ogger ist auch ein Mehrzweckraum geplant, den die Tagespflege nutzen kann, der aber auch für Familienfeiern gemietet werden kann.

Die meisten der 23 Wohnungen sind bereits verkauft, vier sind noch frei, sagt Granat, dessen Unternehmen sechs bis sieben Millionen Euro in das Projekt investiert. Frei seien noch eher größere Wohnungen von 100 bis rund 136 Quadratmeter. Im Herbst 2019 sollen alle Wohnungen dann übergeben werden.

Mehrfamilienhäuser Ganz im Süden des neuen Baugebiets, am Mühlweg, wurde kürzlich auch die ehemalige Gärtnerei Bendel abgerissen. Hier plant Investor Gerrit Korner mit seiner Firma zwei Sechs-Familien-Häuser sowie eine Tiefgarage, insgesamt werden rund drei Millionen Euro investiert. Vier der 12 Wohnungen, die zwischen 74 und 102 Quadratmeter groß sind, sind bereits verkauft. Ende 2019 sollen auch diese bezugsfertig sein.

Bürgerbegehren gegen Baugebiet scheiterte

Widerstand Im Juni 2016 konnten die Lonseer in einem Bürgerentscheid über das Baugebiet an der Lone abstimmen. Eine Bürgerinitiative hatte sich dagegen gewehrt, dass das Gebiet „Dürre Wiesen“ für das Baugebiet an der Lone aus einem Naturschutzgebiet herausgelöst werden sollte. Auch war sie gegen eine Auffüllung des Geländes, da sie fürchtete, dass das Grundwasser beeinflusst werden könnte oder dieses für eine Bebauung nicht tief genug fließe. Das Gebiet wurde aufgefüllt, damit das Regenwasser aus dem Wohnbaugebiet in ein Rückhaltebecken neben der Lone fließen kann. Knapp 75 Prozent der Lonseer Bürger lehnten den Bürgerentscheid ab, somit kann nun gebaut werden. Probleme mit dem Grundwasser habe es bei der Erschließung nicht gegeben, sagt Bürgermeister Ogger.

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