Die Gemeinde Balzheim plant für die Zukunft und wird dafür viel Geld in die Hand nehmen. Davon zeugt der Investitionsplan für die Jahre 2020 bis 2022. Das Planwerk wurde jetzt – nachdem dies in der Januarsitzung des Gremiums so vereinbart worden war – vorberaten und einstimmig verabschiedet.

Was hat die Gemeinde in den kommenden Jahren vor? Da ist etwa der Neubau des Feuerwehrhauses: Dafür stehen im Investitionsplan für den Zeitraum 2018 bis 2020 pro Jahr 600 000 Euro, insgesamt also 1,8 Millionen Euro bereit. „Das ist ein sehr großer Posten“, kommentiert Bürgermeister Günter Herrmann die Investition. Was den Straßenbau im Neubaugebiet „Wagnersäcker IV“ anbelangt, so weist das Zahlenwerk für dieses Jahr Ausgaben von 80 000 Euro auf, 50 000 Euro im Jahr 2021 und noch einmal 100 000 Euro ein Jahr später. Heuer und 2020 stehen jeweils 35 000 Euro im Investitionsplan für Maßnahmen der Geschwindigkeitskontrolle. „Sie sollten speziell an den Ortseingängen durchgeführt werden“, wünscht sich Herrmann. „Kämmerer Markus Gabeli sei mit dem Landratsamt über die Standorte im Gespräch.

250 000 Euro sind dieses Jahr in Balzheim für den Straßenbau in der Wagnerstraße gesetzt – eine einmalige Investition. Hingegen sind von 2020 bis 2022 jeweils 50 000 Euro für die Planungen, die die Einmündung Birkenstraße in die L260 betreffen, vorgesehen. Mit Einnahmen aus Erschließungsbeiträgen für Gemeindestraßen rechnet der Kämmerer dieses Jahr mit 50 000 Euro, 2020 und 2021 mit jeweils 100 000 Euro und 2022 mit 50 000 Euro.

Iller-Deich verzögert sich

Für die Bauarbeiten am Illerdeich Süd samt Verlängerung liegen heuer 100 000 Euro bereit, im kommenden Jahr sind es auf Anregung von Bürgermeister Günter Herrmann weitere 150 000 Euro. Er rechnet heuer eher nicht mehr mit dem Beginn der Maßnahmen, da viele Förderanträge eingereicht worden seien. Die Arbeiten würden wohl aufs nächste Jahr verschoben.

Was die Kanalisationsarbeiten im Neubaugebiet Wagnersäcker IV anbelangt, so sind dieses Jahr 140 000 Euro vorgesehen. 2022 und 2023 gibt es nochmal 130 000 Euro.Für die Kanalisation in der Wagnerstraße hat die Gemeinde heuer 350 000 Euro auf der hohen Kante, 80 000 Euro sind es für die Wasserleitung. Geplante Ausgaben für den  Breitbandausbau liegen bei je 50 000 Euro zwischen 2020 und 2022. Der Bürgermeister sprach von Verzögerungen der Arbeiten in anderen Gemeinden, „für die wir nichts können.“ In die Wasserleitung im Bereich „Wagnersäcker IV“ sollen heuer 30 000 Euro sowie in den zwei Folgejahren je 20 000 Euro investiert werden. Durch Verkäufe von Grundstücken rechnet die Kommune laut Plan mit 300 000  und 400 000 Euro in den zwei folgenden Jahren. Für den Erwerb von Flächen wiederum stehen heuer 20 000 Euro im Plan, danach jeweils 50 000 Euro. „Wir möchten Bau- und Tauschland erwerben, oder, wenn es sich anbietet, Immobilien“, sagt der Bürgermeister.

Für die weitere Entwicklung der Ortsmitte möchte die Gemeinde in den nächsten drei Jahren 250 000 Euro einsetzen. Der Schultes verwies auf das Gemeindeentwicklungskonzept und darauf, dass der Dorfplatz im vergangenen Jahr fertig gestellt wurde. „Wir investieren in die Zukunft“, meinte er. Bestimmte Zahlen seien spekulativ“, sagte Herrmann über einige Positionen, etwa die Gewerbesteuereinnahmen in den kommenden Jahren. Das gelte auch für die geplanten Zuführungen vom Verwaltungshaushalt in den Vermögensetat. Heuer sind es rund 226 000 Euro. 2020 und 2021 wird der Eingang auf je rund 670 000 Euro geschätzt. Aus der allgemeinen Rücklage werden 2019 rund 1,44 Millionen Euro entnommen werden, die folgenden Jahre  sollen sie unberührt bleiben. Hingegen sind 2020 Zuführungen in die Allgemeine Rücklage von rund 290 000 Euro und 2021 sogar von knapp 600 000 Euro vorgesehen.

Jährliche Anpassungen möglich


Haushalt „Das Investitionsprogramm ist eine gesetzlich vorgeschriebene Ergänzung des Haushaltsplanes“, erklärte Bürgermeister Günter Herrmann im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE. Es spiegle die Planungen für die nächsten Jahre nach dem derzeitigen Stand wider. Durch jährliche Anpassung könne der Gemeinderat auf auftretende Veränderungen reagieren.