Bildung Werkrealschule schließt Partnerschaft

Die Werkrealschule in Dornstadt hat die vierte Bildungspartnerschaft geschlossen.
Die Werkrealschule in Dornstadt hat die vierte Bildungspartnerschaft geschlossen. © Foto: Matthias Kessler
Thomas Steibadler 11.12.2017

Mit guten Nachrichten ist Cornelia Euchner, die Leiterin der Werkrealschule in Dornstadt, in jüngster Zeit nicht überschüttet worden. Im Gegenteil. Wegen zu geringer Anmeldezahlen im zweiten Schuljahr hintereinander gibt es keine fünfte Klasse mehr. Damit ist der letzte Schultag für die Bühl-Werkrealschule absehbar: in nicht einmal fünf Jahren.

„Obwohl wir das so genannte Auslaufmodell sind“, hat Cornelia Euchner kürzlich eine neue Bildungspartnerschaft für ihre Schule besiegelt. Nach dem örtlichen Maschinen- und Anlagenbauer Asys, dem größten Arbeitgeber in Dornstadt, dem Discounter Aldi und dem örtlichen Gewerbeverein ist die Firma Rampf-Technik der vierte Bildungspartner der Dornstadter Werkrealschule.

Praktikum absolvieren

Drehen, Fräsen, Schleifen, Bohren – das ist das Metier des seit März 2016 in Lonsee-Luizhausen ansässigen Handwerksbetriebs. Kunden sind Anlagen- und Maschinenbauer, die bei Rampf ganz spezielle Teile bestellen. Mit der Geschäftslage des Familienbetriebs mit 25 Beschäftigten ist Inhaber Joachim Rampf zufrieden. Allerdings fehlten Fachkräfte. Also rief der Unternehmer die Werkrealschüler auf, die mit der Bildungspartnerschaft verbundenen Möglichkeiten wahrzunehmen: den Betrieb anschauen, sich über Ausbildungsberufe informieren, ein Praktikum absolvieren. Und wenn es nur dazu diene, herauszufinden, dass Feinwerkmechaniker nicht das Richtige ist.

Über die Partnerschaft mit der Schule – die erste seines Betriebs – möchte Rampf auch die Eltern erreichen. Seine Botschaft: Mit einem guten Hauptschulabschluss lässt sich ein Beruf mit Zukunft erlernen. Dafür sei er selbst das beste Beispiel.

Ebenso wie Joachim Rampf war auch sein Sohn Felix Schüler in Dornstadt. Er berichtete den aktuellen Werkrealschülern von den Weiterbildungswegen, die nach Abschluss einer Berufsausbildung offen stünden. Der erste Schritt in diese Richtung sei ein Praktikum. Sein Appell an die Schüler: „Schaut euch das an, es würde uns sehr freuen.“