Dornstadt Neue Plakatierungsregeln in Dornstadt

TS 16.04.2014
Dornstadt unternimmt einen weiteren Versuch, die Plakatierung in der Gemeinde strenger zu regeln. Ein Neu-Ulmer Unternehmen soll es richten.

Schluss mit alten Plakaten, die in Fetzen von Laternenmasten hängen. In Dornstadt darf künftig nur noch mit Plakaten in Holzrahmen geworben werden. Demnach erteilt die Gemeinde einer Neu-Ulmer Firma den Auftrag, die Plakatständer aufzustellen und regelmäßig zu kontrollieren. Das Unternehmen muss auch kontrollieren, ob irgendwo wild plakatiert wird, dies dokumentieren und der Verwaltung mitteilen. Für kommerzielle Veranstaltungen und solche von nicht ortsansässigen Vereinen darf ausschließlich über diese Firma geworben werden.

Das gilt nicht für örtliche Vereine. Diese können ihre Plakate in den Holzrahmen platzieren lassen, das Unternehmen gewährt ihnen einen Sonderpreis. Sie können aber auch wie bisher in Eigenregie plakatieren. Gemeinderat Andreas Aigeltinger (Freie Wähler) regte an, auch Zirkusse wie gewohnt plakatieren zu lassen. Gerade die kleinen Familienbetrieb, die in Dornstadt gastieren, "brauchen Werbung".

Der Vertrag gilt vom 1. Juli an zunächst für ein Jahr. Vorgesehen sind Holzrahmen, in denen jeweils zwei Plakate befestigt werden können. Im Ortsteil Dornstadt können bis zu 25 Plakatständer aufgestellt werden, in Tomerdingen 19, in den weiteren Teilorten zehn bis zwölf. In Bollingen habe sich der Ortschaftsrat gegen das Konzept ausgesprochen, sagte Ortsvorsteher Martin Durst: Weil dann ständig Werbeplakate zu sehen seien. Auch er erwarte keine Verschönerung des Ortsbilds, ergänzte der Temmenhausener Ortsvorsteher Andreas Engels. Trotzdem beschloss der Gemeinderat bei vier Gegenstimmen und einer Enthaltung den Probe-Vertrag mit den Neu-Ulmern.

Bereits vor einem Jahr hatte ein Unternehmen aus Hohenaltheim (Kreis Donau-Ries) sein Konzept vorgestellt. Trotz Zustimmung im Dornstadter Ortsteilausschuss kam kein Vertrag zustande.