Ulm Neue Eintrittspreise für den Ulmer Tiergarten

Ulm / JÜRGEN BUCHTA 19.05.2014
Die Eintrittspreise für den Ulmer Tiergarten und das Aquarium erhalten eine neue Tarifstruktur. Für einen Teil der Besucher wird der Eintritt teurer.

Die Biologin Dr. Stefanie Kießling hat zu Beginn des Jahres die Leitung des Ulmer Tiergartens übernommen. Jetzt trat sie erstmals vor dem Fachbereichs-Ausschuss Stadtentwicklung, Bau und Umwelt auf. Mit einem Thema, das, wie sie betonte, nicht von ihr angeregt wurde. Sie habe eine Vorgabe des Gemeinderats erfüllt.

Der hatte die Tiergarten/Aquarium-Leitung beauftragt, eine neue Tarifstruktur für die Eintrittskarten zu erarbeiten und dafür zu sorgen, dass etwas mehr Geld in die Kasse kommt. Die heute noch gütigen Eintrittspreise waren vor acht Jahren festgelegt worden. In der Vergangenheit hatten Stadträte mehrfach bemängelt, dass die damals zu Grunde gelegten Strukturen nicht mehr der gesellschaftlichen Entwicklung entsprechen. Besonders kritisiert wurde, dass nur die Kernfamilie in den Genuss einer Familienkarte kommt. Großeltern aber, die ihre Enkel zu den Tierschauen führen, was häufig vorkomme, müssen stets den vollen Preis berappen.

Das wird mit der neuen Tarifstruktur anders. Für die Familienkarte wird der Kreis der Benutzer geöffnet. Zusätzlich wird sie in den beiden Varianten "kleine" und "große" Familienkarte angeboten. Mit der kleinen Familienkarte wird aber lediglich der Weg für einen Erwachsenen plus maximal zwei Kinder in Gebäude in der Friedrichsau frei. Gegenüber der bisherigen Familienkarte wird die "kleine" von 10 auf 8 Euro preislich gesenkt. Die "große" gilt für zwei Erwachsene plus zu maximal vier Kinder. Gegenüber der heutigen Familienkarte wird sie 4 Euro teurer. Die Eintrittspreise für Erwachsene und Kinder bleiben mit 5 Euro, beziehungsweise 3 Euro in ihrer Höhe unverändert. Allerdings wird Eintritt künftig schon ab vier Jahren erhoben (bisher sechs Jahre). Was den Grünen und den CDU-Leuten im Ausschuss nicht gefiel. Sie beantragten, die bisherige Altersregung beizubehalten. Fanden dafür aber nicht die Mehrheit im Ausschuss. Ihre Kollegen von der SPD, FWG und FDP sehen das anders. Ex-Bänker Stadtrat Gerhard Bühler hat übrigens nachgerechnet und einen Trick gefunden, wie zwei Erwachsene mit zwei Kindern beim Eintritt sparen können. Mit einer kleinen Familienkarte (8 Euro) plus einer Erwachsenen-Karte (5 Euro) kommen sie 1 Euro besser weg, als wenn sie eine große Familienkarte (14 Euro) kaufen

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