Sicherheit Neue Abrollcontainer für die Kreis-Wehren

Alb-Donau-Kreis / Helga Mäckle 27.06.2018

In diesem Jahr hat das Land von 16 Anträgen aus dem Alb-Donau-Kreis 12 berücksichtigt. „Das ist gut“, sagt Kreisbrandmeister Ralf Ziegler. Denn in der Vergangenheit seien die Feuerwehren im Kreis nicht immer so gut weggekommen. 2018 fließen knapp zwei Millionen Euro. Darüber freuen kann sich unter anderem die Gemeinde Dornstadt, die 320 000 Euro für den Bau ihres Feuerwehrgerätehauses erhält. Neue Löschfahrzeuge werden unter anderem in Hüttisheim, Ballendorf, Laichingen und Oberdischingen bezuschusst. Geld erhalten die 55 Wehren auch in Form einer Pauschalförderung: Für jedes aktive Mitglied, auch der Jugendfeuerwehren, bezahlt das Land einen Fixbetrag – insgesamt knapp 380 000 Euro.

Der Alb-Donau-Kreis bekommt 214 000 Euro für drei neue Abrollbehälter „Atemschutz“, die insgesamt 350 000 Euro kosten. Diese Container, die auf speziellen Wechselladefahrzeugen transportiert werden, sind laut dem Kreisbrandmeister ausgestattet mit mindestens 25 Atemschutzgeräten, also für Großeinsätze wichtig. Bisher gibt es ein entsprechendes Fahrzeug in Ehingen. Ist irgendwo im Kreis ein Großaufgebot von Atemschutzträgern gefragt, rücken die Ehinger aus – in jede Ecke des Kreisgebiets. Die 30 Minuten, in denen der Atemschutz vor Ort sein sollte, könne man daher derzeit nicht überall einhalten, erklärt Ziegler. Mit den drei Abrollbehältern wird sich das ändern. Einer davon wird wieder in Ehingen stationiert, der zweite in Blaubeuren. Über den dritten müsse man noch entscheiden, sagt Ziegler. Denn für den Abrollbehälter muss logischerweise ein entsprechendes Fahrzeug vor Ort sein.

Ende 2019 einsatzbereit

Ziegler weist auf ein weiteres Problem hin: „Es dauert einige Tage, bis die Atemschutzgeräte nach einem Einsatz wieder einsatzfähig sind.“ Sie müssen gereinigt und desinfiziert werden. Das sei immens viel Arbeit für die Ehinger Kollegen. Ziegler geht davon aus, dass die drei neuen Behälter noch dieses Jahr ausgeschrieben werden, einsatzfähig werden sie Ende 2019 sein.

Der Landkreis erhält vom Land zudem 25 000 Euro für den Kauf von fünf weiteren Digitalen Alarmumsetzern, kurz DAU. Die Geräte, eine Art Antennen, werden zum Beispiel auf Wassertürmen montiert und sorgen dafür, dass der von der Integrierten Leitstelle in Ulm losgeschickte Alarm digital in wenigen Millisekunden zu den Feuerwehrwachen und Empfangsgeräten der Einsatzkräfte ankommt. Auch Rettungsdienste, THW und andere Hilfsorganisationen werden darüber alarmiert – im Kreis und in der Stadt Ulm.

Bislang sind laut Ralf Ziegler 36 solcher DAU im Kreisgebiet installiert. „Die Technik ändert sich extrem schnell.“ Daher werden diese nun gegen neue ausgetauscht, beziehungsweise manche müssen auch versetzt werden, weil sich vor Ort etwas geändert hat. Ziegler nennt als Beispiel Blaubeuren: Durch die Aufstockung des Bettenhauses am Krankenhaus kommt das Signal nicht mehr in ausreichender Stärke an. Sieben weitere der rund 18 000 Euro teuren Empfangsgeräte werden neu installiert. Letztlich muss der Kreis nämlich seine gesetzliche Verpflichtung erfüllen, dass die Alarmierung nur über ein „100 Prozent gesichertes System“ erfolgen darf.

Wechsellader und Einsatzleitung

Fahrzeug Bei der Feuerwehr Blaustein wird der Abrollbehälter „Einsatzleitung“ des Kreises stationiert. Dieser wird 2019 ausgeliefert und wurde bereits vergangenes Jahr vom Land bezuschusst. Das Wechsellade-Fahrzeug, um diesen zu transportieren, wird laut Ziegler dieses Jahr nach Blaustein geliefert. Beides zusammen kostet 460 000 Euro.

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