Nerenstetten Nerenstetter Bürgermeisterin: Renate Bobsin klar bestätigt

Renate Bobsin ist gestern für eine zweite Amtszeit als Nerenstetter Bürgermeisterin gewählt worden. Ihr Stellvertreter Josef Hartung gratuliert.
Renate Bobsin ist gestern für eine zweite Amtszeit als Nerenstetter Bürgermeisterin gewählt worden. Ihr Stellvertreter Josef Hartung gratuliert. © Foto: Franz Glogger
FRANZ GLOGGER 14.04.2014
Renate Bobsin bleibt Bürgermeisterin von Nerenstetten: Sie erhielt 96,4 Prozent der Stimmen. Auch Barack Obama bekam eine Stimme.

Sichtlich zufrieden war Renate Bobsin mit dem Ergebnis der Bürgermeisterwahl: Die Amtsinhaberin wurde mit 96,4 Prozent der Stimmen für eine zweite Amtszeit in Nerenstetten gewählt. Die Verwaltungsbetriebswirtin war einzige Kandidatin.

Dabei lockte das Wetter auf der Alb deutlich mehr nach draußen zu einem schönen Sonntagsausflug, denn an die Wahlurne. Dennoch kamen 56 Prozent der Nerenstetter ihrer Bürgerpflicht nach und gingen zur Bürgermeisterwahl: 260 der knapp 350 Nerenstetter waren wahlberechtigt. Von den 138 gültigen Stimmen entfielen 133 auf die 49-jährige gebürtige Emslanderin. Auf fünf Wahlscheinen waren andere Nerenstetter Bürger notiert, acht Stimmzettel waren ungültig. Auf einem davon stand gar der Name Barack Obama. "Wohnt nicht in Nerenstetten, damit ist der Wahlzettel ungültig", sagte der Vorsitzende des Wahlausschusses und stellvertretende Bürgermeister Josef Hartung und legte den US-Präsidenten schmunzelnd zur Seite.

Als die 49-jährige Amtsinhaberin und für weitere acht Jahre Gewählte ins Bürgerhaus kam, räumten die Helfer bereits Wahlkabinen und Zähltisch beiseite, so schnell war ausgezählt. Hartung gratulierte zum erwarteten Sieg. "Schön, dass wir dich für weitere acht Jahre haben dürfen", sagte Hartung.

Die Mutter von drei Kindern, die seit 1992 in Nerenstetten lebt, war sichtlich zufrieden mit dem klaren Votum. Es sei eine Bestätigung dessen, was der Gemeinderat und sie in den zurückliegenden Jahren auf den Weg gebracht hätten, zum Beispiel den Bau des Bürgerhauses mit Räumen für die Gemeindeverwaltung. Nun freue sie sich auf eine weitere Amtszeit und die anstehenden Aufgaben. Dazu gehöre vor allem, die Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt weiter voranzubringen und "in einiger Zukunft" Verbesserungen am Feuerwehrgerätehaus. Das zuletzt erschlossene Baugebiet "Hinter den Gärten V" sollte noch einige Jahre reichen.

Bobsin, zugleich Bürgermeisterin der Nachbargemeinde Ballendorf und Vorsitzende des Verwaltungsverbands Langenau, wurde 2006 erstmals zur Nerenstetter Bürgermeisterin gewählt - und das auf recht ungewöhnliche Weise: Weil sich für die Wahl eines Nachfolgers von Werner Häckel niemand offiziell beworben hatte, mussten die Nerenstetter damals selbst ihren Wunsch-Kandidaten auf den Wahlzettel schreiben. Renate Bobsin hatte sich kurz vor der Wahl bereit erklärt, die Wahl anzunehmen, falls sie denn gewählt würde. Das wurde sie: Bobsin erhielt auf Anhieb 56,5 Prozent der Stimmen.