Nerenstetten Nerenstetten baut Schulden ab

KURT FAHRNER 05.02.2015
Kleine Gemeinde, kleiner Haushalt. Immerhin: Nerenstetten kommt in diesem Jahr ohne Kredit aus und investiert etwa 140.000 Euro.

50.000 Euro für die Sanierung der Kanalisation, knapp 48.000 Euro als Kapitalumlage an den Zweckverband Unteres Lonetal zur Sanierung der Birkenfeldhalle in Setzingen, 25.000 Euro für den Feldwegebau, 20.000 Euro Planungsrate für den Um- oder Neubau des Feuerwehrgerätehauses: Das sind die größten Posten im Vermögenshaushalt mit den Investitionen der Gemeinde Nerenstetten. Zudem sind 15.000 Euro zur Tilgung eingeplant, so dass die Gemeinde am Jahresende noch mit 232.500 Euro verschuldet sein wird. Pro Nerenstetter sind das 720 Euro.

Zur Finanzierung der Vorhaben erwartetet die Gemeinde 30.000 Euro aus dem Ausgleichstock des Landes und hofft, aus Bauplatz-Verkäufen 65.000 Euro einzunehmen. Aus dem Verwaltungshaushalt bleiben nach Abzug der laufenden Ausgaben etwa 21.000 Euro als Zuführungsrate übrig, aus der allgemeinen Rücklage sollen gut 40.000 Euro entnommen werden. Damit ist ein neuer Kredit nicht notwendig.

Im Verwaltungshaushalt weist die Abwasserentsorgung ein Defizit von fast 19.000 Euro auf. Finanzfachbeamter Roland Grandel wies die Gemeinderäte in der Haushaltsberatung deshalb darauf hin, dass eine Gebührenerhöhung notwendig sei. Das Minus der Trinkwasserversorgung von gut 5000 Euro könne dagegen durch Gewinne aus den Vorjahren ausgeglichen werden. Nur etwa 30 Prozent betrage der Deckungsgrad der Bestattungsgebühren. Die Gemeinde unterhält zwei kleine Friedhöfe und hat die Totenruhe um fünf auf 25 Jahre verlängert. Grandel forderte die Gemeinderäte daher auf: "Da müssen Sie an den Gebühren etwas machen."

Haushalt 2015 in Zahlen

Gesamtvolumen: 755 000 Euro (Vorjahr: 627 500 Euro)

Verwaltungshaushalt: 598 000 Euro (588 000 Euro)

Vermögenshaushalt: 157 000 Euro (40 000 Euro)

Zuführungsrate: 21 200 Euro (40 000)

Steuereinnahmen: 391 000 Euro (380 000)

Schulden: 232 500 Euro (247 500)

Einwohner: 323 (323).