Alb-Donau-Kreis Naturschutzbund kooperiert mit örtlichen Jägern

Alb-Donau-Kreis / CST 28.10.2014
Demnächst diskutiert und beschließt der Landtag das novellierte baden-württembergische Landesjagdgesetz. Die Gruppe Ulm/Neu-Ulm des Naturschutzbundes (Nabu) begrüßt, dass das veraltete Jagdgesetz der neuen Zeit angepasst wird.

Demnächst diskutiert und beschließt der Landtag das novellierte baden-württembergische Landesjagdgesetz. Die Gruppe Ulm/Neu-Ulm des Naturschutzbundes (Nabu) begrüßt, dass das veraltete Jagdgesetz der neuen Zeit angepasst wird. "Im Großen und Ganzen werden der Naturschutz und der Tierschutz gestärkt; das war höchste Zeit", sagt Wiltrud Spiecker, Sprecherin der Gruppe. Die Jäger könnten sich freuen. Schließlich würden im Grunde die Beiträge der Jäger zum Naturschutz und die Jagd als Handwerk gestärkt. Der Nabu begrüßt es zum Beispiel, dass die Wildfütterung zukünftig deutlich reduziert werden soll.

"Wild soll wild leben, also von dem, was ihm die Natur bietet", sagt Wiltrud Spiecker. Die Fütterung von Rehen sei kein angewandter Natur- und Tierschutz. Vielmehr seien Rehe von jeher an Nahrungsengpässe im Winter angepasst. Aber dann bräuchten sie auch Ruhe, damit sie nicht zu viel Energie verbrauchen. Füttere man zu, würden Wildbestände auf einem künstlich hohen Niveau gehalten, was wiederum zu Verbiss an jungen Bäumen führt, kritisiert der Nabu.

Weiter bemängeln die Naturschützer, dass die Liste der jagdbaren Tierarten nicht stärker gekürzt wurde. "Es ist einfach nicht zeitgemäß, dass seltene Entenarten oder die Waldschnepfe noch geschossen werden dürfen", sagt Wildvogelexpertin Wiltrud Spiecker.

Demgegenüber loben die Nabu-Aktiven die gute Zusammenarbeit mit den Jägern vor Ort. "Wir arbeiten hier seit vielen Jahren partnerschaftlich und hoffen, dass durch das neue Gesetz die Zusammenarbeit noch besser wird", sagt die Gruppensprecherin. Auf Landesebene hingegen stünden sich der Naturschutz und der Landesjagdverband noch feindlich gegenüber. Deshalb wird sich die Ulm/Neu-Ulmer Nabu-Gruppe an ihren Landesverband wenden, damit allgemein die jeweils örtlichen Jäger ihren Jagdverband zur Mäßigung in der Debatte aufrufen.

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