Illerkirchberg/Düsseldorf Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Solartechniker Fosera

Die Firma Fosera will saubere Energie für entlegene Gebiete in Sambia möglich machen. Dafür gab es jetzt einen Preis.
Die Firma Fosera will saubere Energie für entlegene Gebiete in Sambia möglich machen. Dafür gab es jetzt einen Preis. © Foto: Fosera
Illerkirchberg/Düsseldorf / Regina Frank 07.12.2018
Der junge Solartechnik-Hersteller wurde für sein Engagement in Sambia bei einer Gala in Düsseldorf ausgezeichnet.

Das junge Unternehmen Fosera Solarsystems gehört zu den Gewinnern des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Der von Catherine Adelmann 2011 in Illerkirchberg gegründete Solartechnik-Hersteller hat die renommierte Auszeichnung in der neuen Kategorie „Globale Partnerschaften“ erhalten, die am Freitagabend erstmals an ein Unternehmen und an eine Kommune (die Stadt Wernigerode) vergeben wurde.

Fosera hat die Vision, abgelegene Gebiete in Afrika, Asien und Lateinamerika mit bezahlbaren Solarenergiesystemen (Lampen, Radios, Batterien, Solarmodule, Kabel) zu versorgen. In Sambia arbeitet das Illerkirchberger Unternehmen mit der Partnerfirma Vitalite Zambia zusammen, um Bewohnern ländlicher Regionen Zugang zu erneuerbarer Energie zu verschaffen. Sie müssen keine hohen Investitionskosten aufbringen und können nach zweijähriger Ratenzahlung die Geräte bei einer voraussichtlichen Lebensdauer von bis zu zehn Jahren also lange nutzen.

Statt Kerosin und Kerzen

Durch die Solartechnik werden die herkömmlichen gesundheitsschädlichen und kostspieligen Energieträger wie Kerosin, Kerzen oder Trockenbatterien ersetzt. Mit dem Zugang zu bezahlbarer Energie konnten laut Jury bereits 2000 Menschen ein neues Geschäft eröffnen und 7000 Menschen zusätzliches Einkommen erzielen. Dieses Engagement trage zu weitreichenden Verbesserungen in Sambia bei, heißt es in der Begründung zur Vergabe des Nachhaltigkeitspreises.

„Entwicklungspolitik stellt die Überlebensfragen der Menschheit – und sucht gemeinsam mit allen Akteuren nach den Antworten auf weltweite Herausforderungen wie Hunger oder Klimawandel“, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller, der den Preis bei der Gala übergab. Die Preisträger trügen mit ihrem Einsatz zur Lösung bei und gäben handfeste Antworten. 

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