Blautal Outdoor Festival Mutige versuchen sich in neuen Sportarten

Nicht ganz so anstrengend, wie die Sportkurse am Wochenende im Blautal: Die Teilnehmer konnten sich nebenher auch beim Bubble-Soccer entspannen. 
Nicht ganz so anstrengend, wie die Sportkurse am Wochenende im Blautal: Die Teilnehmer konnten sich nebenher auch beim Bubble-Soccer entspannen.  © Foto: Foto: Theresa Lorenz
Blaustein / Theresa Lorenz 11.06.2018

Ob Wandern, Klettern, Nordic Walking oder Yoga – in Blaustein ist am  Wochenende eine große Vielfalt an Sportarten geboten worden. Von Freitag bis Sonntag feierten Sportbegeisterte beim Blautal Outdoor Festival die Bewegung an der frischen Luft. Mehr als zweihundert Menschen nahmen an einem oder mehreren Kursen teil.

Das Festival sei als touristische Veranstaltung angelegt, sagt Organisator Jürgen Stübler. Man wolle beim Sport in der Natur zeigen, welche Vorteile das Blautal hat. Das Konzept ist aufgegangen: Viele Auswärtige seien für die Kurse nach Blaustein gekommen, um mit dem Mountainbike durchs Kiesental zu fahren oder auf dem Lauterfelsensteig zu wandern.

Das Blautal zeigte sich zum Dank von seiner besten Seite: Von dem Gewitter, das am Freitagabend über der Region niederging, blieben die Festivalteilnehmer zum Glück verschont, die Sportler kletterten, radelten und rannten bei überwiegend gutem Wetter.

Die Anmeldung zu den Kursen war online über ein Internetportal abgelaufen. Ganz Kurzentschlossene hatten aber auch noch bis vor Kursbeginn die Möglichkeit, sich direkt vor Ort auf dem Gelände um das Bad Blau in die Teilnehmerliste einzutragen.

Motiviert durch das Kiesental

Manch Mutige versuchten sich während des Festivals in einer ganz neuen Sportart – Trailrunning zum Beispiel. Für diesen Kurs hatten sich die Veranstalter einen echten Profi eingeladen: Peter Schlickenrieder, Silbermedaillen-Gewinner im Skilanglauf bei den Olympischen Spielen 2002, leitete die Kurse im Trailrunning und Nordic Walking.

Doch was ist das eigentlich, Trailrunning? „Trailrunning ist quasi die Sportvariante von Nordic Walking“, erklärt Laufguide Chris. Man laufe im Joggingtempo abseits befestigter Wege, „natürlich immer mit Rücksicht auf die Natur“. Trailrunning sei viel anspruchsvoller als das Laufen auf der Straße, weil man sehr auf den Weg achten und viel mit der Schrittfrequenz arbeiten müsse. Beim Trailrunning-Kurs am Samstag liefen die Sportler zudem mit Stöcken ähnlich denen beim Nordic Walking, um die Beine beim Bergauf-Laufen zu entlasten. Für manche Teilnehmer ungewohnt, doch nach einer Einführung durch Schlickenrieder brachen die Läufer motiviert zu einer etwa einstündigen Runde durch das Kiesental auf.

Wer wollte, konnte sich beim Bubble-Soccer auf dem Rasen kugeln oder sich eine Pause an einem der Essensstände gönnen, bei den Ausstellern das neuste Sportequipment begutachteten oder abends zur Musik der Bands Heischneida und N*Cognito tanzen  – für die Teilnehmer Outdoor Festivals war auch abseits des Sports etwas geboten.

Stübler zeigt sich insgesamt zufrieden: Mehr als 200 Sportler nahmen an dem Festival teil. „Fürs erste Mal ist das ziemlich gut.“ Ob es im nächsten Jahr eine Wiederholung geben wird? „Ja klar, auf jeden Fall.“

Bad und Stadt in einer Person

Infrastruktur Veranstalter des Festivals war die Stadt Blaustein, erklärt Jürgen Stübler, der nicht nur der Zuständige in Sachen Tourismus bei der Stadt, sondern auch Geschäftsführer des Bad Blau ist.  Für das Festival war diese Personalunion sicherlich ein Vorteil. „Wir konnten die Infrastruktur des Bades nutzen, den Strom und natürlich auch die Umkleiden“, sagt Stübler. Zudem hatten die Sportler zwischen ihren Kursen freien Eintritt in Saunalandschaft und Bad.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel