Am kommenden Freitag, 16. November, gründet die Hospizgruppe Iller-Weihung gemeinsam mit der Theresia-Hecht-Stiftung, der Schwesternschaft des Klosters Brandenburg und der katholischen Kirchengemeinde Dietenheim ein so genanntes Hospizforum. Die Kooperation wird im Sinne der „Charta für schwerstkranke und sterbende Menschen“ bekannt gegeben und durch eine öffentliche Unterzeichnung der Charta besiegelt. Um 19.30 Uhr findet im Kloster Brandenburg in Regglisweiler gleichzeitig die erste Veranstaltung statt: Musik und Poesie unter dem Motto „Ich begegne dem Tod und finde keine Worte“. Dahinter verbergen sich „tröstende und bewegende Lieder“ sowie inspirierende Texte von Albert Rau (Pastoralreferent und Seelsorger) und Elena Gevedon-Gordeeva (mehrfach ausgezeichnete Pianistin und Dozentin an der Musikschule Ulm).

Abend für Trostsuchende

Im Anschluss an die Vorführung ist die Möglichkeit zum Austausch gegeben. Es ist die Auftaktveranstaltung, wie Bettina Müller, Einsatzleiterin der Hospizgruppe Iller-Weihung, sagt. Diese wolle mit der Lenkungsgruppe des Hospizforums in Zukunft Veranstaltungen und Kurse rund um das Thema Schwerstkranke und sterbende Menschen anbieten. Müller: „Es geht um Infos, um Erfahrungsaustausch, und vor allem um die Einsicht, dass die letzte Lebensphase wertvoll ist, dass sie Hoffnung, Würde, Sinn und Ziel hat.“ Unter anderem werden weitere „Letzte-Hilfe-Kurse“ sowie ein vertiefter Ausbildungskurs Sterbehilfe geplant.

1879 Organisationen und Institutionen sowie 22 598 Einzelpersonen wollen laut der Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland die Ziele der 2010 veröffentlichten Charta „zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“ stärker im öffentlichen Bewusstsein verankern. Mit dem Kooperationsvertrag sind die Hospizgruppe Iller-Weihung, die Theresia-Hecht-Stiftung, die Schwesternschaft des Klosters Brandenburg und die katholische Kirchengemeinde Dietenheim mit dabei.