Langenau Musik und Lebenswege Luthers

"Classic Brass" ist eine von mehreren Formationen, die in der Langenauer Martinskirche gespielt haben. Foto: Hannah Geiger
"Classic Brass" ist eine von mehreren Formationen, die in der Langenauer Martinskirche gespielt haben. Foto: Hannah Geiger
HANNAH GEIGER 04.11.2013
Die zweite Langenauer Bläsernacht in der Martinskirche war ein Erfolg - sie bescherte Pfarrer Martin Hauff ein gut besuchtes Gotteshaus. Und den Kirchgängern ein besonderes musikalisches Erlebnis.

Nur mäßig belegte Kirchenbänke am Reformationstag? In Langenau gehört dies mit der Bläsernacht der Vergangenheit an. Dafür hat Hans-Jörg Häge gesorgt. 2011 war der Gottesdienst in der Martinskirche zu Ehren des großen Reformators noch äußerst dürftig besucht, erinnert er sich. "Ich habe zu meiner Frau im Anschluss gesagt, nächstes Jahr machen wir da was." Als Trompeter wirkt er im Blechbläser-Ensemble "Classic Brass" mit und ist zugleich Dirigent des Langenauer Posaunenchores und des Bezirks-Bläser-Kreises des Dekanats Ulm. Diese Gruppen bringt er seitdem zusammen und gestaltet mit ihnen ein Konzert mit Lesungen aus Luthertexten.

In diesem Jahr gab es die zweite Ausgabe der Langenauer Bläsernacht zum Reformationstag. Wieder mit vielen Gästen aus der Region. Fanfarenklänge eröffneten die Veranstaltung. Hans-Jörg Häge, Edgar Schneider und Florian Bosch übernahmen die drei Soloparts zu Beginn und mündeten in ein anspruchsvolles dreistimmiges Stück. Mit der "Brass-Serenade" spielte der Posaunenchor Albeck-Göttingen unter Leitung von Michael Egentenmeyer nach den Eröffnungsfanfaren ein ruhigeres Bläserstück. Den Choral "Befiehl du deine Wege" ergänzte der Bezirks-Bläser-Kreis Ulm. Das Motiv des alten Kirchenliedes griff schließlich der Posaunenchor Langenau auf.

Zum Choral passend las Pfarrer Martin Hauff aus Luthers Lebenswegen. In dem ersten Teil des Konzertes erklangen Stücke von der Empore herab, aus der Mitte des Kirchenschiffes und vom Altarraum, sodass das gesamte Kirchenschiff ausgenutzt wurde. Im darauf folgenden zweiten Teil zentrierte sich alles auf den Altarraum zu einem großen Chor. Hauff verlas dazu zwei Briefe des "Doktors der Theologie" und betete mit den Worten Phillip Melanchtons , eines alten Freundes Luthers. Das Finale ergänzte Pfarrer Hauff um Luthers Abendsegen und der Einladung zum Ständerling - zum gemütlichen Plausch im hinteren Teil der Kirche.