Altenstadt Moment mal: Hasi zieht aus

Foto: © Stefan Andronache/fotolia.com
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Altenstadt / PETRA LAIBLE 23.03.2016
Hasi ist auf und davon. Seit zwei Wochen schon ist das Kaninchen aus seinem Stall im Garten eines Anwesens in Altenstadt (Kreis Neu-Ulm) verschwunden.

Nicht von alleine, allerdings. Da hat jemand nachgeholfen. Das steht fest, außer Zwerg-Hasi wäre ein Wunder der Natur und des Schreibens mächtig.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass ein Hasendieb am Stall den Zettel mit folgender Nachricht an die Besitzer hinterließ:

"Bin vorübergehend ausgezogen, um eine Familie zu gründen, bin bald wieder da! Grüße euer Hasi".

Das war am vorletzten Wochenende und seither fehlt von Hasi jede Spur, teilte am Dienstag das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten mit. Schon möglich, dass den Zwerghasen gänzlich ungekannte Frühlingsgefühle übermannt haben. Offenbar soll er ja in Kontakt mit dem weiblichen Geschlecht gebracht werden.

Wenn es unserem Hasi mit der Familie ernst ist, muss er aufpassen. Er sollte sich jedenfalls nicht in eine fesche Feldhäsin vergucken: Mit Hasen kann sich das Kaninchen, das zu den Hasenartigen zählt, nämlich gar nicht paaren. Davon mal abgesehen stehen die Chancen auf Vermehrung gut: Die geselligen Zwerghasen gelten gemeinhin als recht fruchtbar.

Weil nun Hasi trotz seiner Ankündigung bislang nicht zurückgekehrt ist, könnte man auch vermuten, er sei ein ziemlicher Bruder Leichtfuß. Doch in dieser Hinsicht schiebt ihm die Biologie einen Riegel vor: Rammler und Häsin führen eine Einehe, erfährt man vom deutschen Tierschutzbund.

Den Besitzern fehlt ihr Hasi und deshalb entschlossen sie sich, bei der Illertisser Polizei Anzeige wegen Diebstahls zu erstatten. Viel tun kann man offenbar nicht, um den ausgebüxten Zwerghasen zurückzubringen.

"Ob der Hase wie angekündigt nach seiner Familiengründung wieder zurückkommt, bleibt abzuwarten", führt das Polizeipräsidium Schwaben an. Ermittlungen ergaben inzwischen immerhin in einem Punkt Klarheit im Polizeipräsidium: "Der Osterhase war's nicht."

Der Hase, der wundersamerweise bunt bemalte Eier versteckt - das ist eine andere Geschichte.