Untermarchtal Moment mal: Friedensbotschaft auf Schienen

Foto: Hermann Illenberger
Foto: Hermann Illenberger © Foto: Hermann Illenberger
Untermarchtal / THOMAS STEIBADLER 05.11.2015
Volldampf für den Frieden! Der Peace Train, einst besungen von Cat Stevens, ist wieder unterwegs. Erst kürzlich ist er, aus der Schweiz kommend, durchs Donautal nach Ulm und weiter nach München, Rosenheim und Salzburg gedampft.

An Bord geladene und zahlende Passagiere und die Botschaft: Frieden und Freiheit für jeden Einzelnen und alle Völker.

Der im Januar gegründete Verein El'Achai, was auf Hebräisch so viel heißt wie "unter Brüdern und Schwestern", ist angetreten, "die Friedensbotschaft in die Welt zu tragen". Mittel zum Zweck: der Friedenszug. Der soll in etwa einem Jahr auf große Fahrt gehen, unter anderem in Teheran und in Jerusalem einlaufen. Das ist erstens wegen der politischen Lage im Nahen Osten sowie der Zoll- und Streckenformalitäten nicht ganz einfach, und zweitens nicht ganz billig. Aus diesem Grund hofft El'Achai-Vorsitzende Isabelle Thuillard auf weitere zahlende Mitglieder und Sponsoren, und sie setzt auf die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Uwe Fiedler. Dessen Unternehmen Modern Steam betreibt den Swiss Classic Train, der zum Beispiel auf der Strecke Basel-Lötscherg-Simplon unterwegs ist. Und weil Fiedler die Friedens-Idee maßgeblich unterstützt, stellt er seine Nostalgie-Waggons für den Friedenszug zur Verfügung.

Nur die Dampflok, die in einem Jahr die Friedensmission anführen soll, ist zulassungstechnisch noch nicht soweit. Aus diesem Grund wurde für die Jungfernfahrt des Friedenszugs am vergangenen Wochenende bei der Stiftung Deutsche Eisenbahn eine Lok der berühmten Baureihe 011 50 ausgeliehen. Und die machte mächtig Dampf für den Frieden.

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