Bühlenhausen Modell-Ausstellung im Kutschenmuseum

Detailierte Nachbildungen von Fuhrwerken sind zu sehen.
Detailierte Nachbildungen von Fuhrwerken sind zu sehen. © Foto: Sabine Graser-Kühnle
SABINE GRASER-KÜHNLE 03.01.2015
Die neue Modell-Ausstellung von Pferdegespannen im Kutschenmuseum zeigt, wie unterschiedlich Pferde vor die Fuhrwerke gespannt wurden.

Am Sonntag, den 04.01.2015 wird eine neue Modellausstellung im Kutschenwagenmuseum eröffnet. Rund 50 Fuhrwerke und über 120 Pferde erwarten die Besucher. "Pferde in Arbeit" ist die Präsentation überschrieben und tatsächlich sind die Tiere eingespannt für's Holzrücken, als Brauereigäule, vor dem Müllerwagen und dem Langholzwagen; sie sind zu sehen als Arbeitstiere in der Landwirtschaft ebenso wie vor einem Speditionswagen mit Containern. Ein Großteil der Ausstellungsobjekte stammt dabei von dem 2013 verstorbenen Werner Hausmann aus Lindorf bei Kirchheim. Der hat Zeit seines Lebens Kutschenwagenmodelle aus aller Herren Länder gesammelt und die Pferdegeschirre extra bei einem Fachmann in der Schweiz getreu den Originalen anfertigen lassen. Inspiriert von einigen Modellausstellungen im Kutschenwagenmuseum, die Hausmann früher besucht hat, regte er an, mit seinen Objekten eine eigene Ausstellung im Kutschenwagenmuseum zu konzipieren.

"Leider ist Herr Hausmann noch verstorben, bevor wir diese Ausstellung realisieren konnten", bedauert Aussteller Helmut Fried. Doch ihm zu Ehren hat er seinen Wunsch mit Hilfe der Erben, die die Objekte für die Ausstellung ausgeliehen haben, posthum erfüllt. Insbesondere von den detailgetreuen Pferdegeschirren ist Fried fasziniert. "Das ist feinste Arbeit, da stimmt einfach alles", lobt er. Deutlich sichtbar werden den Besuchern die unterschiedlichen Arten von Pferdegeschirren, aus Amerika, Ungarn, der Schweiz oder dem Schwarzwald. Besonders attraktiv sind die liebevoll und exakt nachgefertigten Geschirre der Pferde vom amerikanischen Brauereiwagen sowie ein Fuhrwerk, dem 20 Mulis vorgespannt sind.

Unter den Modellen sind außerdem wieder handgemachte Gespanne von Fritz Weber von den Hessenhöfen. Einige davon waren bereits vor drei Jahren zu sehen. Wie jetzt, waren auch damals vorausgegangene Modellpräsentationen Impulsgeber für die Ausstellung. "Und vielleicht kommt ja wieder etwas nach", meint Fried. Die Pferdegespann-Modellausstellung wird morgen um 13 Uhr mit Akkordeonmusik von Helmut Knittel aus Achstetten eröffnet. Sie ist an den Sonntagen im Januar und Februar, jeweils von 13 bis 17 Uhr zu sehen, Gruppen können außerhalb der Öffnungszeiten Termine vereinbaren.