Umwelt Mobilitätstag

Markus Fröse 21.08.2018

Warum ein Mobilitätstag in Langenau? Zwar sei das Image der Stromer wirklich gut und fast jeder zweite Autokäufer überlege sich, ob es diesmal nicht ein Elektroauto sein soll, meint Gerd Bühler von der Langenauer Stadtverwaltung. „Doch am Ende entscheiden sich dann doch fast alle dagegen.“

Für die Zurückhaltung, das habe auch der Bürgerworkshop zum Thema im Juni gezeigt, würden vor allem drei Gründe genannt: die Angst, mit leerem Akku liegen zu bleiben, die lückenhafte öffentliche Lade-Infrastruktur, der hohe Anschaffungspreis. „Mag sein, dass auch die Autohäuser eine Rolle spielen, die häufig gar vom E-Mobil abraten“, vermutet Bauamtsleiter Bühler. Und er hat noch einen weiteren Grund ausgemacht, warum der Siegeszug des E-Autos hierzulande auch auf sich warten lasse: die Angst vor dem Unbekannten.

Dagegen helfe Information, die „Nau-Mobil“ (siehe Infokasten) mit dem ersten Mobilitätstag zur besten Marktzeit am Samstag, 15. September, bereitstellen wolle. Gleich um die Ecke des Markes, auf dem Parkplatz Kirchgasse, Kreuzung Kuftenstraße, werde dann von 9 bis 14 Uhr „Elektromobilität zum Anfassen und zum Ausprobieren“ geboten. Auf zwei, drei und vier Rädern. „Wer zeitig kommt, kann vor Ort sogar eine Testfahrt mit einem E-Mobil seiner Wahl machen“, verspricht Bühler.

Der Mobilitätstag wird um 10 Uhr von Bürgermeister Daniel Salemi eröffnet. Bei einem moderierten Rundgang um 10.30 Uhr sollen Besucher zudem erfahren, was sie schon immer über Elektroautos wissen wollten. Berater Christian Klaiber, Inhaber der „Initiative Zukunftsmobilität“ und schon seit 2012 elektrisch unterwegs, erörtere mit Experten und Ausstellern, wo man sein Elektroauto im Alltag laden und wo man ein E-Auto testen könne, wie man erkenne, ob der Stromer zur Familie passt oder woher der Strom für die E-Fahrzeuge komme.

Der Umstieg auf das Fahrrad und speziell auf ein E-Bike oder Pedelec ist für den Bauamtsleiter ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Mobilität. „Eingebettet in den 1. Langenauer Mobilitätstag bieten wir Interessierten die Möglichkeit, ein Elektro-Fahrrad auszuleihen und damit eine wunderschöne und interessante Radtour in das Unesco-Weltkulturerbe ‚Lonetal’ zu unternehmen“, teilt er mit. Die Tour werde von einem Archäo-Guide fachkundig begleitet. Ausgangspunkt sei der 1. Langenauer Mobilitätstag. Die Route führe über die Höhle „Fohlenhaus“ und die Bocksteinhöhle zum Fundort des berühmten Löwenmenschens, der Höhle Hohlenstein, und von dort wieder zurück nach Langenau.

Der Ulmer Radladen Jehle-Bikes präsentiere auf dem Mobilitätstag verschiedene E-Bikes und stelle gegen Vorlage eines Personalausweises den Teilnehmern Elektro-Leihfahrräder zu Verfügung. „Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit mit eigenen Elektro-Fahrrädern an der Archäo-Tour teilzunehmen“, so Bühler. Die Teilnahme an der Radtour sei grundsätzlich kostenlos. Für alle Teilnehmer besteht Helmpflicht.

Mit dem E-Bike ins Lonetal

Mobilitätsinitiative „Nau-Mobil“ ist sozusagen der Markenname für die Mobilitätsinitiative der Stadt an der Nau, erklärt Langenaus Beigeordneter Christoph Schreijäg. Das Konzept, wie umweltschonende Mobilität in Langenau auf möglichst vielen Ebenen umgesetzt werden kann, solle die „Initiative Zukunftsmobilität“ im ersten Quartal 2019 abliefern.

Archäo-Tour Im Rahmen des Mobilitätstages ist es möglich, ein E-Bike zu leihen und an einer „Archäo-Tour“ ins Lonetal teilnehmen. Wegen der Bereitstellung von Leihrädern und der begrenzten Teilnehmeranzahl ist eine Anmeldung erforderlich bei Gerd Bühler, Tel. (07345) 9622 230. Treffpunkt für die Radtour ist der Parkplatz Kirchgasse, Kreuzung Kuftenstraße. Start ist 13 Uhr, die E-Bike-Tour dauert etwa 3,5 Stunden.

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