Nachbarschaftshilfe Mittagstisch für Leib und Seele

Der „offene Mittagstisch“ in Dornstadt: gemeinsam essen, Kontakte pflegen und knüpfen.
Der „offene Mittagstisch“ in Dornstadt: gemeinsam essen, Kontakte pflegen und knüpfen. © Foto: Volkmar Könneke
THOMAS STEIBADLER 29.08.2017
Das monatliche Angebot im Familien- und Generationenzentrum in Dornstadt erfreut sich großer Beliebtheit.

Die ersten Gäste sind am Montag schon vor 11.30 Uhr eingetroffen. Um 12 Uhr war der Mehrzweckraum des Familien- und Generationenzentrums in Dornstadt dann voll. Sehr zur Freude von Waltraud Böhm, die den „offenen Mittagstisch“ in Dornstadt initiiert hat. Zum Auftakt im Juli waren schon etwa 50 Bürger gekommen, und zum zweiten Termin hatten sich trotz Ferienzeit noch mal mehr angemeldet. Waltraud Böhm brachte es dann nicht übers Herz, allen abzusagen, die zu spät angerufen hatten. So wurde es mit 56 Gästen halt „ein bisschen beengt“.

In der Nachbarschaftshilfe unter dem Dach der ökumenischen Sozialstation Ulmer Alb ist Waltraud Böhm schon lange aktiv. Dabei hat sie festgestellt, dass es in Dornstadt und den Teilorten viele Alleinstehende gebe, denen vor allem eines fehlt: Kontakt.

Unterstützung von der Gemeinde

Die Idee, regelmäßig ein gemeinsames Mittagessen anzubieten, lag dann nahe, zumal es solche Angebote bereits andernorts gibt, zum Beispiel in Beimerstetten.

Unterstützt werden Waltraud Böhm und die anderen freiwilligen Helfer von der Gemeinde. Die Kommune stellt den Raum zur Verfügung und in Person von Christian Renner, dem Moderator des Familien- und Generationenzentrums (FGZ), organisatorisches Knowhow. Von der Volksbank Ulm-Biberach kommt ebenfalls Unterstützung. Für den Rest des Jahres sei der monatliche „offene Mittagstisch“ gesichert, sagt Waltraud Böhm und hofft auf eine Fortsetzung im Jahr 2018. Vielleicht finde sich ja noch der eine oder andere weitere Sponsor.

Die Gerichte für etwa fünf Euro werden in der Küche der „Sichtbar“ zubereitet. Das Café im FGZ wird von der Insiva betrieben, eine gemeinnützige Tochterfirma der LWV Eingliederungshilfe. Durch dieses Kooperation gelinge es, zwei soziale Projekte miteinander zu verknüpfen, sagt Christian Renner.

Kuchen von Helferinnen

Nach dem Mittagessen können die Gäste sitzen bleiben und sich unterhalten. Später gibt es Kaffee und Tee – spendiert von der Gemeinde –, den Kuchen haben Helferinnen und Helfer der Nachbarschaftshilfe gebacken. Dieser Nachtisch ist für die Gäste genauso kostenlos wie der Fahrdienst, den die Nachbarschaftshilfe ebenfalls anbietet.

Info: Der nächste „offene Mittagstisch“ ist am Montag, 11. September. Anmeldung bis 4. September bei Waltraud Böhm unter Tel. (0172) 779 88 49.