Dornstadt Mit der Kamera durchs Biosphärengebiet

Der Körper auf den Hirtenstab gestützt, der Blick auf die Schafe gerichtet und der Hirtenhund wacht im hohen Gras. Der Fotograf Karl-Heinz Ranz zeigt hier den Schäfer Walter Allgaier in der Nähe von Münsingen - ein Bild aus seinem Vortrag über das Biospährengebiet Schwäbische Alb.
Der Körper auf den Hirtenstab gestützt, der Blick auf die Schafe gerichtet und der Hirtenhund wacht im hohen Gras. Der Fotograf Karl-Heinz Ranz zeigt hier den Schäfer Walter Allgaier in der Nähe von Münsingen - ein Bild aus seinem Vortrag über das Biospährengebiet Schwäbische Alb. © Foto: Karl-Heinz Ranz
THOMAS STEIBADLER 30.10.2014
Die Schwäbische Alb ist einzigartig. Ein Teil gehört zum einzigen Biosphärengebiet in Baden-Württemberg. Karl-Heinz Ranz hat dort fotografiert.

Wattenmeer, Spreewald, Rhön, Berchtesgadener Land, Schwäbische Alb - Landschaften, Lebens- und Arbeitsräume, die eines gemein haben: Teile davon sind von der Unesco als Biosphärengebiet anerkannt. Mit 850 Quadratkilometern ist das Biosphärenreservat Schwäbische Alb, so der offizielle Begriff, nicht das größte dieser insgesamt 15 Gebiete in Deutschland. Aber das einzige in Baden-Württemberg, und es liegt vor der Haustür des Fotografen Karl-Heinz Ranz.

Der 53-Jährige aus Dornstadt ist seit mehr als 35 Jahren mit der Kamera unterwegs. Mit seinen Bildern aus Australien, Kanada, den USA oder dem Himalaya hat er schon zahlreiche Vortragsabende bestritten. Zuletzt hat Ranz schwerpunktmäßig im Biosphärengebiet Schwäbische Alb fotografiert: Landschaften, Höhlen Menschen. Wie viele Bilder dabei entstanden, weiß er nicht. Auch nicht, wie viele Fotos er zur 80-minütigen "Multivisionsshow" zusammengestellt hat, die am Sonntag, 2. November, in der Galerie der SÜDWEST PRESSE an der Frauenstraße in Ulm zu sehen ist.

"Das ist ein klassischer Dia-Vortrag mit aktueller Technik", kündigt Ranz an. "Von der Planung bis zur Präsentation aus einer Hand." Die Texte zu seinen Bildern hat Ranz selbst geschrieben. Sein Anspruch: Die Informationen und Eindrücke in eine Geschichte verpacken. Und: "Es muss immer live sein."

Mit seinen Streifzügen durchs Biosphärengebiet beginne er jeweils im Hauptinformationszentrum in Münsingen. Von dort geht es zum Beispiel ins Große Lautertal, zur Burg Neuffen, zum Schloss Lichtenstein oder zum Hohle Fels bei Schelklingen - auch wenn die beiden letztgenannten Ziele knapp außerhalb des Biosphärenreservats liegen. Dessen Kernzone befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes bei Münsingen. Dorthin hat Ranz etwa den Schäfer Walter Allgaier aus Heroldstatt begleitet. Der Senior des Familienbetriebs hat nach den Worten des Fotografen "ein markantes Schäfergesicht."

Markant für das Dorf Owen im Kreis Esslingen sind die Obstwiesen und die vielen Brennereien. Davon wird Karl-Heinz Ranz berichten, ebenso wie von den Alb-Büffeln.

Info Für den Vortrag am 2. November von 17 Uhr an in der SÜDWEST-PRESSE-Galerie gibt es noch einige Karten. Am Donnerstag, 6. November, ist die Schau von 19 Uhr an in der Lindenhalle in Ehingen zu sehen.