Soziales Mit Broten Gutes tun

Die Konfirmanden präsentieren die „Brote ihrer Arbeit“. Durch Spenden kamen dann 580 Euro zusammen.
Die Konfirmanden präsentieren die „Brote ihrer Arbeit“. Durch Spenden kamen dann 580 Euro zusammen. © Foto: mAK
mak 02.11.2018

Konfirmanden aus Asch, Sonderbuch und Wippingen beteiligten sich bei der Aktion „5000 Brote für Brot für die Welt“. Pfarrerin Rahel Kießecker, die für die drei Kirchengemeinden auf der Alb zuständig ist, hatte die Hilfsaktion der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) aufgegriffen. „Da wir in allen drei Gemeinden Gemeindebackhäuser haben, war das naheliegend. Es passt einfach hierher“, so die Seelsorgerin.

„Es ist eine schöne Aktion, weil wir nicht nur zusammen im Gemeindehaus sitzen und was besprechen, sondern weil wir etwas praktisch und etwas miteinander machen.“ Ihr sei es auch wichtig, dass die Konfirmanden nicht nur ein schönes Fest hätten, bei dem sich alles um sie selber drehe. „Auf dem Weg zur Konfirmation sollen sie auch lernen, den Blick zu weiten. Für uns Christen gehört das dazu. Nicht nur wir selber oder unser Dorf, sondern auch die Situation weltweit ist von Bedeutung“, meint die Pfarrerin.

 In Sonderbuch und Wippingen backten die Konfis mit Hilfe des einen oder anderen Elternteils noch ganz traditionell. Sie mussten den Ofen mit Holz anfeuern, sonst wäre außer dem Brotteig nicht viel gegangen. In Asch hat man es da inzwischen etwas komfortabler. Wer sich das mit den Reisigbüscheln sparen will, der kann seit Neuestem auch im elektrischen Ofen im Dorfbackhaus backen. Geknetet wurde von Hand in der großen Backmulde, was für die Jugendlichen doch ganz schön anstrengend war. „Mir hat das Spaß gemacht. Wir bekamen Einblick ins Backen und konnten mal was anderes zusammen machen“, sagte die 13-jährige Isabell. „Wir haben über die Hilfsprojekte etwas erfahren, das fand ich auch interessant.Über die Projekte haben wir ein Info-Plakat gestaltet“, erzählt Jessica aus Asch. „Ich finde es gut, dass wir damit Menschen helfen können, denen es schlechter als uns geht“, sagte Elias. Der 13-jährige Glen aus Sonderbuch meinte: „Mir hat es gefallen, dass wir auch Seelen gebacken haben und die gleich essen durften. Die haben sehr gut geschmeckt.“

Im Ascher Backhaus halfen die Konfirmandenmütter Ursula Bohnacker, Inge Fink und Brigitte Volcz beim Backen. Das sei eine schöne und sinnvolle Aktion und vermittle gleichzeitig die dörfliche Backkultur, lobten die Mütter.  5000 Brote sind es zwar auf der Alb nicht geworden, EKD-weit vielleicht schon. Das Motto „5000 Brote“ orientiert sich an der biblischen Geschichte von der Speisung der 5000. „Aus wenig lässt sich viel machen, das kann uns die Geschichte sagen und das gilt auch für dieses Projekt“, erläutert Rahel Kießecker.

Jede Gruppe von ihren Konfirmanden stellte rund zwei Dutzend Brote her. Die jungen Leute verkauften ihre Brote dann jeweils nach den Erntedankgottesdiensten in ihren Heimatgemeinden gegen Spenden. 580 Euro sind dabei zusammengekommen. Mit dem Geld unterstützen sie verschiedene Hilfsaktionen in Indien, Äthiopien oder El Salvador. Es sind Projekte für junge Menschen, etwa Ausbildungsprogramme. Oder das Geld hilft jemanden, selber ein kleines Geschäft, etwa einen Verkaufsladen zu gründen. „Das ist Hilfe zur Selbsthilfe und hat eine nachhaltige Perspektive“, ist sich Rahel Kießecker sicher.

5000 Brote für die Welt

Die Aktion „5000 Brote für Brot für die Welt“ läuft noch bis 1. Advent. Konfirmandengruppen können sich auch Bäckereien suchen, die ihre Backstube für die Aktion zur Verfügung stellen. Die Bäcker wollen damit auch auf ihr Handwerk aufmerksam machen. mak

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel