Gesprächscafé Mit Auszeiten neue Kraft tanken

Für jeden Teilnehmer gab es eine Rose.
Für jeden Teilnehmer gab es eine Rose. © Foto: Roland Schütter
Langenau / Roland Schütter 11.10.2018

Pflegende Angehörige geben Demenzkranken viel  Zuwendung. Dabei laufen sie Gefahr, sich zu überfordern. Dazu haben viele das Gefühl, dass ihr Einsatz in der Gesellschaft zu wenig wertgeschätzt wird. Darum war es für 15 Teilnehmer des Gesprächscafés „Alter und Demenz“ im Pflegezentrum Sonnenhof wichtig, sich unter Leitung von Christine Metzger auszutauschen. Das Thema „Ich regle meinen Alltag – andere halten sich fein raus“.

Die Fachfrau bei der Diakonischen Bezirksstelle in Ulm brachte es gleich symbolisch mit einem löchrigen Putzlumpen auf den Punkt:  Die Pflegenden fühlten sich gelegentlich wie ein solcher und bräuchten Anerkennung aus dem Umfeld. In der zweistündigen Runde ging es viel um Gefühle. Um die Trauer und Verzweiflung, wenn der früher aktive und vitale Ehepartner an Demenz erkrankt, oder darum, wie man den Angehörigen kommunikativ am besten erreicht.  „Schauen Sie auf ihre Energie, nehmen Sie sich Auszeiten, indem andere Menschen ein paar Stunden die Betreuung übernehmen, um selbst Kraft zu tanken“, riet Christine Metzger.

„Was ihnen gut tut“

Das kann, wie ein 92-Jähriger erzählte, die Stunde Laufen mit dem Rollator sein oder ein Gespräch mit der Nachbarin, wie es eine Betroffene berichtete. Einfach um Abstand zu gewinnen. „Tun Sie jeden Tag etwas, was ihnen gut tut“, forderte Christine Metzger die Teilnehmer auf. Beim dritten Nachmittag der fünfteiligen Reihe wird am Dienstag, 30. Oktober, um 14. 30 Uhr im Sonnenhof das Thema „Ist er krank, oder hält er mich zum Narren“ diskutiert.

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