Regglisweiler Mit "Signal the Frog" auf Schatzsuche

Geocaching: Sven Kranke zeigt den Schülern, wie man durchs Menü der GPS-Geräte navigiert. Aus dem Rucksack schaut "Signal the Frog".
Geocaching: Sven Kranke zeigt den Schülern, wie man durchs Menü der GPS-Geräte navigiert. Aus dem Rucksack schaut "Signal the Frog". © Foto: Werner Gallbronner
Regglisweiler / WERNER GALLBRONNER 29.10.2014
GPS-Geräte allein reichen nicht für die moderne Schatzjagd. Stifte, Papier, Taschenlampen oder Flaschen sind nützlich. Dabei ist auch "Signal the Frog".

"Heute sind mehr als 2,6 Millionen Geocaches zu finden", sagt Sven Kranke, der im Klassenzimmer vor 15 Kindern steht. "Viele davon in Deutschland". Mit Drittklässlern der Regglisweiler Grundschule will Kranke diesmal auf Schatzsuche mit GPS-Geräten gehen. Bevor es losgeht, erläutert Kranke den Schülern und Klassenlehrerin Sonja Sonntag, auf was sie alles achten sollen.

Der passionierte digitale Schatzsucher vom Schwäbischen Albverein Regglisweiler lässt die Kinder nicht nach den "öffentlichen Caches" suchen, sondern hat selbst welche versteckt. Einen kindgerechten Rundgang mit acht Stationen hat er geplant, die Strecke hinaus durch Wiesen und Wald ausgetüftelt, dort passende Verstecke ausgesucht und einer Schnitzeljagd gleich Hinweise und Rätsel hinterlassen, die zu den nächsten Stationen und am Ende zum Schatz führen. Drei bis vier Wochen dauert die Vorbereitung eines solchen Geocaching. Kurzfristiges Umplanen kann aber vorkommen. Der Sturm in der vergangenen Woche hatte einen der ausgesuchten Wege kurzfristig unpassierbar gemacht. Auch dieses Problem hat Kranke gelöst.

Der Lohn: Die Kinder sind mit Feuereifer dabei, als es gilt, den richtigen Weg zu finden. Abwechselnd haben immer zwei die Navigationsgeräte in der Hand, bei deren Handhabung unterstützt von Kranke. 30 Meter vor dem ersten Versteck piepsen die geräte ein erstes Mal, etwa sechs Meter davor zum zweiten Mal. Dann heißt es suchen: Der PET-ling, ein verschraubbarer Plastikflaschen-Rohling, ist schnell gefunden und auch die Aufgabe, die zu den Koordinaten des nächsten Verstecks führt, nach kurzem Nachdenken gelöst. "Geocaching ist immer Teamwork", sagt Kranke, der den Kindern auch zeigt, was ein Geocacher in seinem Rucksack hat. Neben PET-lingen und größeren Caches, Stiften, kleinen Logbüchern, Taschenlampe und mehr sitzt da auch "Signal the Frog" - ein grüner Plüschfrosch, das Maskottchen der Geocacher, das für guten Empfang an den GPS-Geräten sorgen soll.

Auch Aufgaben haben die Schüler zu erfüllen. So heíßt es eine große Flasche mit Wasser zu füllen und zur nächsten Station mitzuschleppen, "ihr werdet es noch brauchen". Der nächste PET-ling muss damit aus seinem Versteck befreit werden. Der Rundgang endet schließlich wieder im Ort bei der Kirche. Dort steht tatsächlich eine Schatztruhe: Eine alte DDR-Wahlurne, in der Goldtaler sind - gefüllt mit Schokolade.

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