1993 wurde die Deponie "Im Grund" bei Ettlenschieß eröffnet. Treibende Kraft waren die Heidelberger Druckmaschinen, die aufgrund verschärfter Umweltschutzgesetze bereits seit Ende der 80er Jahre nach sicheren Entsorgungsmöglichkeiten für ihre im Amstetter Werk anfallenden Gießereialtsande suchten.

Damit die unter anderem mit giftigen Kohlenwasserstoffen belasteten Sande überhaupt auf der Deponie abgelagert werden durften, mussten sie zuvor thermisch behandelt werden. Im Werk Amstetten wurde dafür eine 14 Millionen Mark teure Sandregenerierungsanlage gebaut. Die Kosten für Herstellung und Betrieb der im Endausbau ebenfalls auf 14 Millionen Mark veranschlagten Deponie teilten sich Unternehmen (80 Prozent) und Landkreis (20 Prozent) anteilig der jeweils vereinbarten Nutzung.

Warum am Ende gar kein Gießereisand auf der Deponie landete und die Heidelberger damit Millionen sprichwörtlich in den Sand gesetzt habe, steht im E-Paper und der Printausgabe der GEISLINGER ZEITUNG am Samstag.

Harze halten die Form zusammen


Bindemittel Quarzsand benötigt Heidelberger für die Herstellung ihrer Gussformen. Damit der Sand beim Guss seine Form behält, wird er unter anderem mit aushärtenden Bindemitteln wie Phenol- und Furanharzen getränkt. Die beim Guss dadurch entstehenden Kohlenwasserstoffe sind krebserregend.

Kaltenbuch Als Ersatz für die Deponie „Grund“ dient künftig die Deponie „Unter Kaltenbuch“ bei Laichingen, die erweitert werden soll
(siehe Meldung unten).