Ehingen Mehr Sozialarbeit an gewerblichen Schulen gefordert

Ehingen / JIR 06.11.2013

"Familiäre Probleme machen nicht vor dem Alter halt. Auch über 18-Jährige haben sie." So begründet der geschäftsführende Schulleiter der beruflichen Schulen in Ehingen, Werner Glocker, warum berufliche ebenso wie allgemeinbildende Schulen einen Schulsozialarbeiter benötigen. Seit Juli 2011 ist deshalb der Diplom-Sozialpädagoge Thomas Schniederjan mit einer 50-Prozent-Stelle für die Gewerbliche sowie die Kaufmännische Berufsschule in Ehingen im Einsatz. Jetzt hofft Glocker, dass die 50-Prozent-Stelle bald in eine Vollzeitstelle umgewandelt wird. In allen Schularten nehme der Bedarf zu, das gelte gleichermaßen für die beruflichen Schulen. Die Gewerbliche, die Kaufmännische und die Magdalena-Neff-Schule in Ehingen zählen laut Glocker insgesamt rund 3300 Schüler. In der nächsten Woche soll es über die Schulsozialarbeit ein Gespräch mit den Verantwortlichen im Landratsamt geben.

Kreis-Sozialdezernent Josef Barabeisch weist darauf hin, dass an der Magdalena-Neff-Schule die Diplom-Sozialpädagogin Sonja Matuschek-Bacic seit einiger Zeit nicht nur als Jugendberufshelferin, sondern auch als Sozialarbeiterin tätig ist. Sie hat eine Vollzeitstelle. Barabeisch will zunächst die Erfahrungsberichte von Glocker sowie von Claudia Simon-Kuhlendahl als Leiterin der Magdalena-Neff-Schule hören, die beide näher am Thema dran seien.