Hüttisheim Mängel an Hüttisheimer Rathaus

Von außen macht das Hüttisheimer Rathaus einen ganz passablen Eindruck - der Zustand im Inneren ist allerdings ein anderer.
Von außen macht das Hüttisheimer Rathaus einen ganz passablen Eindruck - der Zustand im Inneren ist allerdings ein anderer. © Foto: Franz Glogger
Hüttisheim / FRANZ GLOGGER 26.02.2016
Mit dem Hüttisheimer Rathaus müsse etwas geschehen, hieß es am Mittwoch im Gemeinderat. Geld ist von 2017 an bereit gestellt worden. Offen ist allerdings noch, ob neu gebaut oder saniert wird.

Kein Zugang für Gehbehinderte, knapp bemessene Arbeitsplätze, teils feuchte Wände, von denen sich die Tapete löst, kein Sozialraum: Bürgermeister Stefan Gerthofer zählte bei der Haushaltsberatung des Gemeinderats am Mittwoch die Mängel am Hüttisheimer Rathaus auf. "Da muss etwas geschehen", sagte er und warb damit für die im Investitionsprogramm vorgesehen Beträge. 10.000 Euro sollen dieses Jahr für Planungen bereit stehen, jeweils 500.000 Euro in den beiden Folgejahren. Ob Neubau oder Sanierung sollen die Untersuchungen aufzeigen.

Ratsmitglied Andreas Beck hatte Bedenken angemeldet, ob die Gemeinde sich das angesichts erklecklicher Schulden leisten kann. Ob es nicht besser wäre, Geld anzusparen, bevor ein weiteres Großprojekt angegangen werde, meint er. Die Investitionen seien so geplant, dass die Gemeinde nicht überschuldet werde, versicherte Hans Ibele vom Gemeindeverwaltungsverband Kirchberg-Weihungstal. Auch die laufenden Aufgaben würden davon nicht berührt. Er sehe Ausgaben in die Infrastruktur als "rentierliche Schulden, die die Gemeinde nach vorn bringen", sagte Ibele. Schlussendlich fordere ein Zinssatz von unter einem Prozent Kredite geradezu heraus. 1,3 Millionen Euro Schulden weist derzeit der Haushalt aus. Davon sind 390.000 Euro noch nicht aufgenommen, sagt Ibele.

Ratsmitglied Herbert Hagen hält Neuerungen am Rathaus für angebracht. Dazu brauche es eine Planung, die aber auch die anderen Gebäude der Kommune umfasst wie das Lehner-Haus, das Eierstock-Gebäude und den Kindergarten. Dafür stehen unter der Überschrift "Gemeindeentwicklung" weitere 15.000 Euro bereit, sagte Bürgermeister Stefan Gerthofer. Das Gremium stimmte schließlich geschlossen für den Planentwurf. Die Verabschiedung ist am 23. März vorgesehen.

Dieses Jahr sind weitere Kredite mit einem Volumen von 580.000 Euro eingeplant. Das Investitionsvolumen entspricht mit 1,87 Millionen Euro wenig mehr als dem von 2015. Die größten Posten heuer: Kindergarten 36.000 Euro, Baugebiet Eppenmahd 900.000 Euro, Kanalsanierungen 300.000 Euro.