Hörvelsingen Machbarkeitsstudie für Hörvelsinger Ortsmitte

Hörvelsingen / MARKUS FRÖSE 19.07.2016
Die Hörvelsinger Ortsmitte direkt gegenüber der Ortsverwaltung kann neu gestaltet werden. Der Gemeinderat hat erste Planungen angestoßen.

Der Teilort Hörvelsingen hat nach Einschätzung der Stadtverwaltung Langenau die „einmalige Chance zur Neuordnung der Ortsmitte“. Denn die Stadt hat 2015 die große Hofstelle Herwigstraße 26 gegenüber der Ortsverwaltung erworben und wird Anfang 2017 durch Flächentausch auch Eigentümerin der etwas kleineren, benachbarten Hofstelle Herwigstraße 24. Einstimmig beauftragte der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung den Stadtplaner Roland Gross aus Altshausen damit, einfache Bestandspläne für die markante Scheune Herwigstraße 26 zu erstellen und deren Bausubstanz zu beurteilen.

Gross hat bereits eine Machbarkeitsstudie für das Gebiet erstellt. Dabei kam ihm die Idee, die Scheune nicht abzureißen, sondern anders zu nutzen. „Barrierefreie Räumlichkeiten für Veranstaltungen der Vereine und für die vielfältigen Anforderungen des kulturellen Lebens im Ort fehlen.“ So begründet Gross den Vorschlag in der Studie. Ein zukünftig verfügbarer Raum im Rathaus sei zwar barrierefrei, jedoch nur für kleinere Veranstaltungen nutzbar. Und die Feuerwehr benötige ein größeres Feuerwehrgerätehaus für ihr Fahrzeug, für Geräte und einen Schulungsraum.

Die Umnutzung der Scheune, zum Feuerwehrhaus mit Schulungsraum und Dorfgemeinschaftsraum, eröffnet laut Gross vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für die Dorfgemeinschaft. Im Erdgeschoss der Scheune finde die Feuerwehr in einer großzügigen Box Platz für ihre Fahrzeuge und Gerätschaften. Der WC-Trakt könne über das Foyer von der Feuerwehr und bei Veranstaltungen genutzt werden. Der Schulungsraum für die Feuerwehr und der Mehrzweckraum würden durch eine zentrale Treppe und einen Aufzug barrierefrei erschlossen. Eine gemeinsame Küche im Obergeschoss ermögliche eine beidseitige Essens- und Getränkeausgabe.

Die Erhaltung und Aufwertung der Bausubstanz der Scheune „ist ein guter Beitrag zum ressourcenschonenden Umgang mit Baumaterialien“, erklärt Gross in der Studie. Durch neue Fenster, Türen und eine hochwertige Dämmung werde das Gebäude energetisch sehr wirksam verbessert. Ob der schöne Plan umgesetzt werden kann, hänge jedoch von der Substanz der tragenden Elemente des Dachstuhls ab, die erst genau geprüft werden müssten.