Beratung Lotse für Familien mit Problemen

Weißenhorn / pf 23.06.2018

Pfaffenhofen, Holzheim, Roggenburg und Weißenhorn haben sich für einen gemeinsamen Familienstützpunkt entschieden. Eine pädagogische Fachkraft soll dort eine Kontakt- und Anlaufstelle sein, die Familien mit Problemen unterstützt. Sie soll eine „Lotsenfunktion“ bei der Suche nach dem passenden Hilfsangebot übernehmen.

Wie bei der Sitzung im Holzheimer Gemeinderat bekannt wurde, soll das Hauptbüro in der Heilig-Geist-Straße 3 in Weißenhorn eingerichtet werden. Als Dienstleister soll der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) beauftragt werden. Laut Vereinbarung soll der Stützpunkt dann ab dem 1. September seine Arbeit aufnehmen.

Wie berichtet, ist die Halbtagsstelle zunächst auf drei Jahre begrenzt. Danach fallen die Fördergelder weg. Bis dahin wird die Stelle aus Mitteln des bayerischen Förderprogramms „Familienbildung und Familienstützpunkte“ bezuschusst.

Die Kosten wurden im Weißenhorner Stadtrat mit 70 000 Euro beziffert, 31 000 Euro kommen vom Landratsamt. Die restlichen 39 000 Euro teilen sich die vier Kommunen anteilig, je nachdem, wie wie viele unter 18-Jährige dort leben. Für Holzheim sind das mit 343 Kindern und Jugendlichen, 8 Prozent der Summe. Für Pfaffenhofen mit 1260 Kindern und Jugendlichen 29 Prozent, für Roggenburg mit 493 Kinder und Jugendlichen 11 Prozent und für Weißenhorn mit 2308 Kindern und Jugendlichen 52 Prozent der Summe.

Wie im Weißenhorner Stadtrat berichtet wurde, habe man darüber nachgedacht, den Stützpunkt in einer Grundschule unterzubringen. Dies habe aber aus Platzgründen nicht geklappt.

Weißenhorn, Roggenburg und Holzheim haben bereits die für den Betrieb nötige Zweckvereinbarung verabschiedet. Pfaffenhofen hat diese in der Marktratssitzung am kommenden Donnerstag auf der Tagesordnung.

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