Finanzen Lonsee macht ordentlich Überschuss

Lonsee / rei 11.10.2018

Als „sehr positiv“ bezeichneten sowohl Bürgermeister Jochen Ogger als auch Kämmerer Alexander Keller den Jahresabschluss 2017 für den Lonseer Haushalt, den Keller am Montag dem Gemeinderat präsentierte. „Das ist das achte Jahr, dass wir ohne Kredit ausgekommen sind, obwohl wir viel investiert haben“, sagte Ogger zufrieden.

Ursprünglich war geplant, dass Lonsee 390 000 Euro aus seiner Rücklage nimmt sowie einen Kredit über 230 000 Euro aufnimmt – doch beides war nicht nötig. Die allgemeine Rücklage wuchs sogar um 860 000 Euro auf rund 2,4 Millionen Euro an. Der Grund für den Überschuss waren Mehreinnahmen: Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer lagen 297 000 Euro über Plan, der Einkommensteueranteil betrug 221 000 Euro mehr als geplant. Außerdem wurden 264 000 Euro weniger ausgegeben als geplant, ein Großteil hiervon betrifft Personalkosten.

Die Nettoinvestitionsrate, also das Geld, das die Gemeinde tatsächlich für Investitionen nutzen konnte, ist somit laut Keller so hoch wie seit mindestens 25 Jahren in Lonsee nicht: Sie betrug 2017 gut 1,8 Millionen Euro. Die größten Projekte, in die Lonsee 2017 investiert hat, waren etwa die Erweiterung der Gemeinschaftsschule, die Sanierung des Ortsgebiets Lonsee II und der Breitbandausbau. Schulden reduzierte Lonsee um 328 000 Euro auf 3,07 Millionen Euro.

Auch im laufenden Jahr steht Lonsee finanziell gut da, führte Keller weiter aus. Durch den Wechsel der Buchführung auf die kommunale Doppik würden die Ergebnisse zwar nicht mit 2017 vergleichbar sein. Doch zeichne sich ab, dass die Gemeinde auch 2018 keinen Kredit für ihre Investitionen aufnehmen muss und aufgrund der konjunkturellen Lage mit Mehreinnahmen bei den Steuern rechnen kann.

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