Illerrieden Letzte Ruhe mit Blick auf Illerrieden

Die Gemeinde übernimmt die Pflege des Grabs von Pfarrer König. Foto: grä
Die Gemeinde übernimmt die Pflege des Grabs von Pfarrer König. Foto: grä
DIETER GRÄTER 08.11.2013
Mit der Grabsteinsetzung direkt neben der St. Agathakirche hat Illerriedens Ehrenbürger, Pfarrer Hans König, nun seine letzte Ruhestätte gefunden.

Groß war die Trauer im September vergangenen Jahres, als Pfarrer Hans König im Pflegeheim St. Maria in Brandenburg verstarb. Der Seelsorger war 43 Jahre Vikar und Pfarrer in Illerrieden und Dorndorf. Über Jahrzehnte hinweg hat er sich als Baumeister am Fundament des Glaubens verdient gemacht. Er war Gründer des Krankenpflegevereins und für die Kindergartenerweiterung im Jahr 1953 verantwortlich. Weitere Höhepunkte seines Wirkens in Illerrieden und Dorndorf waren unter anderem die Gründung der Sozialstation Iller-Weihung, die Friedhofeinweihung in Illerrieden, die Renovierung und später die Glockenweihe der Dorndorfer Kirche, sowie die Einweihung der Heilig-Kreuz-Kirche in Illerrieden.

Neben Ehrungen auf Diözesanebene und die Ernennung zum Geistlichen Rat, stand eine besondere weltliche Ehrung im Mittelpunkt seines Lebens. Aus der Hand des damaligen Bürgermeisters Franz Geisinger erhielt König den Ehrenbürgerbrief der Gemeinde Illerrieden überreicht. Er war zu der Zeit der erste, noch lebende Ehrenbürger der Gemeinde. Franz Geisinger selbst wurde später dieselbe Ehrenbezeugung zuteil.

Noch zu Lebzeiten von Pfarrer Hans König war es dem Geistlichen ein besonderes Anliegen, direkt neben der Agathakirche seine letzte Ruhestätte zu finden. "Sein Wunsch war es immer, direkt neben der Sakristei auf dem Platz mit Blick auf ,sein Illerrieden beerdigt zu werden", sagt Hermann Nothelfer, der zusammen mit Bürgermeister Geisinger schon damals dem Wunsch Königs entsprach. Geklärt wurde in dem Zusammenhang auch, dass die Gemeinde die Pflege des Grabes übernimmt.

Nach der Beisetzung im September 2012 haben die Nichte und der Neffe des Verstorbenen nunmehr veranlasst, dass die provisorische Grabstätte einen würdigen Grabstein und die notwendige Einfassung erhält. Beides ist in weißer Farbe gehalten mit dem gekreuzigten Heiland versehen und trägt die Aufschrift: "Im Kreuz ist Heil, Hoffnung und Leben" sowie das Geburts- und Sterbejahr.