Merklingen / Joachim Lenk  Uhr
44 Trupps aus der Region erhalten Leistungsabzeichen der Freiwilligen Feuerwehren. Aufgaben reichen von Löschangriff bis zum schriftlichen Test.

Wochenlang haben die 46 Feuerwehrabteilungen aus 18 Städten und Gemeinden für ihr Leistungsabzeichen geübt: Am Freitag und Samstag ging es  für die knapp 370 Männer und 15 Frauen in Merklingen dann darum, das Geübte unter den Augen kritischer Schiedsrichter abzurufen – und das unter Zeitdruck. Mit dabei waren nicht nur Feuerwehren aus dem Alb-Donau-Kreis, sondern auch Männer und Frauen aus Ulm, dem Stadt- und Landkreis Biberach sowie aus Römerstein im Landkreis Reutlingen.

Jedes Jahr haben Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren die Möglichkeit, das Leistungsabzeichen abzulegen. Das Land verleiht dieses in den Kategorien Bronze, Silber und Gold, um die feuerwehrtechnische Ausbildung und die Vorbereitung auf die Anforderungen bei Einsätzen zu verbessern. „Die Bewerbung um das Leistungsabzeichen einer höheren Stufe setzt den Besitz der jeweils niedrigeren Stufe voraus“, erklärte Ralf Ziegler, Kreisbrandmeister im Alb-Donau-Kreis.

Schiedsrichter mit Argusaugen

31 Mal ging es am Wochenende um Bronze, zwei Mal um Silber und 13 Mal um Gold. Die Parcours für die Prüfungen waren beim Merklinger Feuerwehrhaus, bei der benachbarten Straßenmeisterei und auf der gegenüberliegenden Straßenseite bei der Firma Baumann aufgebaut. Für das bronzene Leistungsabzeichen sollten die Feuerwehrmänner- und -frauen einen Löschangriff bewältigen. Für  Silber mussten sie einen Löschangriff und eine technische Hilfeleistung ausführen. Für das goldene Abzeichen kam noch ein schriftlicher Wissenstest hinzu. Die Vorgaben sind in ganz Baden-Württemberg dieselben. Ein 19-köpfiges Schiedsrichterteam schaute den Gruppen dabei genau auf die Finger.

Die Schiedsrichter bewerteten unter anderem die Gruppenführer, die Angriffstrupps, die Wassertrupps, die Schlauchtrupps und die Maschinisten. Die Teilnehmer mussten bei ihren Einsätzen die Unfallverhütungsvorschriften penibel einhalten. Für jeden Handgriff, den die Gruppen fehlerhaft ausführten, gab es zwischen drei und zehn Strafpunkten. Auch wurde ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, ob das Fahrzeug und die persönliche Schutzausrüstung in Ordnung waren.

Den Teilnehmern waren die Anspannung und die körperliche Anstrengung ­ – zum Teil mussten sie bei den hochsommerlichen Temperaturen mit Atemschutz arbeiten – während der Prüfung ins Gesicht geschrieben. Dementsprechend groß war die Enttäuschung, wenn es ein Team nicht schaffte. Am Freitag gab es zwei, die mit gesenkten Köpfen  nach Hause fuhren. Bei den anderen 44 Teams war der Jubel indes groß, als Kreisbrandmeister Ziegler die begehrten Plaketten und die Besitzzeugnisse an die Gruppenführer verteilte. Die Auszeichnungen dürfen die Feuerwehrleute von nun an an ihrer Ausgehuniform tragen.  

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44 Teams dürfen sich die Leistungsabzeichen anstecken

Abzeichen Hier die Ergebnisse der Leistungsübung der Freiwilligen Feuerwehren im Alb-Donau-Kreis, an denen am Wochenende in Merklingen auch Trupps aus anderen Landkreisen teilgenommen haben: Das Leistungsabzeichen in Gold haben erhalten: Ulm Innenstadt 1 und 2, Obermarchtal 1 und 2, Oberstadion 1 und 2, Dornstadt 1 und 2., Römerstein, Ingerkingen 1 und 2, Oberdischingen 1 und 2.

In Silber: Lonsee 1 und 2.

In Bronze: Illerrieden 1 und 2, Erbach 1 und 2, Hüttisheim,  Lehr 1 und 2, Nellingen 1 und 2, Laichingen 1 und 2, Balzheim, Am­stetten 1 und 2, Langenau 1 und 2, Rottenacker 1 und 2, Göttingen 1 und 2, Altheim/Alb 1 und 2, Rißtissen 1 und 2, Biberach 1, 2 und 3, Berghülen 1 und 2, Lonsee 1 und 2.