Bulletproof-Festival Laues Lüftchen und rockige Töne

Clemens Junger, der Gitarrist der Wiener Band „Grantscherbn“ gesellt sich zu den Jüngsten des „Bulletproof Festival“, die offenbar noch nicht ganz von der Musik überzeugt sind und lieber in der Hüpfburg tobten.
Clemens Junger, der Gitarrist der Wiener Band „Grantscherbn“ gesellt sich zu den Jüngsten des „Bulletproof Festival“, die offenbar noch nicht ganz von der Musik überzeugt sind und lieber in der Hüpfburg tobten. © Foto: Christina Kirsch
Laichingen / Christina Kirsch 30.07.2018

Zwei Tage lang hat das „Bulletproof Festival“ die Anhänger von Metal- und Rockmusik nach Laichingen Feldstetten gelockt. Die schönen Sommerabende gehörten den Erwachsenen, die Nachmittage den Kindern.

 „Ich weiß, es ist früh am Morgen“, rief Sebastian Seliger am Samstagabend gegen 17 Uhr in das Mikrophon auf der Bühne in Feldstetten. Der rockige Sound der vier Musiker von „Roadstring Army“, die eine lange Festivalnacht eröffneten, wollte noch nicht so recht zum Familiennachmittag des „Bulletproof Festival“ passen.

Aber Veranstalter und Musiker haben auch Kinder. Und deren Mütter wollten bei Waffeln und einem gemütlichen Plausch auch einmal zwischen zwei Konzertnächten zusammen chillen, während ihre Männer die Vorbereitungen für ein Festival mit elf Bands trafen. „Wir fangen am Samstagnachmittag immer etwas gemäßigter an“, meinte Lukas Pröttel aus dem musikalischen Organisationsteam. Das Deutschrock-Festival  ging zum dritten Mal auf dem Festplatz in Feldstetten über die Bühne und bot Bands und Zuhörern rockige Töne aller Couleur. Den Freitag bestritten die Bands Running Death (Kaufbeuren), Facing Fears (Ulm), White Blossom Project (Ellwangen) und Pornophon (Laichingen).

„Uns ist wichtig, regionalen Bands eine Plattform zu bieten“, meint Mehmet Karakurum, der als Vereinsvorstand und Gründungsmitglied des Bulletproof-Vereins schon immer seine Geburtstage mit regionalen Bands feierte. Ursprünglich ging die Sause an der Laichinger Zuckerbuche ab. Nun hat man in Feldstetten einen idealen Platz etwas außerhalb des Wohngebiets gefunden. „Allerdings musste der Platz erst von einem Hackschnitzelberg befreit werden“, berichtet Lukas Pröttel.

Schon am Freitagabend drehten die Musiker ihre Regler auf Anschlag und gaben alles. Rund 350 Leute genossen den lauen Abend, der auch mal laut wurde. Der Familiennachmittag bot dann Gelegenheit zur Entspannung bei Waffeln und Grillwurst. Die Kleinsten vergnügten sich an der Hüpfburg, und auch Omas und Opas, die mit Hardrock eher nicht auf einer Wellenlänge liegen, genossen das Beisammensein bei Kaffee und Kuchen.

Bis nach zwei Uhr am Micro

Die Ulmer Band „Roadstring Army“ eröffnete die lange Partynacht,  die mit sechs weiteren Bands bis nach zwei Uhr am Sonntagmorgen dauerte und rund 500 Besucher hatte.  Bis aus Wien waren die  „Grantscherbn“ auf die Alb gekommen und servierten nach eigenen Angaben „austro-dialektcore“. „Emyrox“ aus Heidenheim übergab die Bühne an „Johnny Blade“ aus Ulm und „Witchbound“, deren Musiker aus dem Großraum Aalen, Heidenheim und Ulm stammen. Die Ulmer „Rambomesser“ machten ihrem Namen alle Ehre und zum Ende beschallte  „nulldB“ den Festplatz.  Um diese Zeit lagen Omas und Enkel schon in den Betten und aus der Hüpfburg war längst die Luft raus.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel