Langenau Langenauer Landjugend organisiert Parcourswettbewerb

Langenau / ALEXANDER WÖRZ 01.09.2014
Ohne Fuß- und Fingerspitzengefühl war der Traktoren-Geschicklichkeitswettbewerb am Sonntag in Langenau nicht zu meistern. Am meisten davon bewiesen die Geschwister Angelika und Johannes Honold.

Die eigenen Fahrkünste mit dem Traktor unter Beweis stellen - die Langenauer Landjugend hat genau das gestern möglich gemacht. Nach 2012 konnten 35 Frauen und Männer zum zweiten Mal beim Traktoren-Geschicklichkeitsfahren antreten. Kein einfaches Unterfangen auf dem mit vier Stationen umfassenden Parcours.

Die Gesamtsieger Angelika Honold (Frauen) und ihr Bruder Johannes Honold (Männer) bewiesen, dass die Aufgaben durchaus zu meistern waren. Auf dem ehemaligen Verkehrsübungsplatz an der Riedheimer Straße mussten sie und die übrigen Teilnehmer unter Zeitdruck und mit den zur Verfügung gestellten großen Schleppern zunächst Ringe sammeln. Über eine am Heck angebrachte Stange galt es zunächst, die Ringe über die Hydraulik-Steuerung abzuhängen und schließlich an anderer Stelle wieder aufzuhängen.

Später musste mit einer am Frontlader montierten Gießkanne Wasser aufgenommen werden. Von dem Wasser sollte anschließend möglichst viel in einem auf dem Boden stehenden Eimer landen - ausgeschüttet durch Kippen des Frontladers über einem eigens dafür gespannten Seil in etwa zwei Metern Höhe.

In dieser herausfordernden Aufgabe durfte sich der eine oder andere Fahrer von den Punktrichtern anhören, dass das bisschen Wasser im Eimer wohl nicht den Fahrkünsten, sondern eher dem Dauerregen zu verdanken sei. An der vermeintlich einfachsten Station wiederum war eine auf Paletten angebrachte und randvoll mit Wasser gefüllte Milchkanne schnell durch einen engen Pylonen-Rundkurs zu manövrieren - möglichst ohne dabei Wasser zu verschütten. Langsamfahrer hatten allerdings auch hier den Dauerregen als natürlichen Helfer auf ihrer Seite.

Wie schwierig das Rückwärtsfahren mit Anhänger sein kann, zeigte sich in der vierten Übung. Ein Traktor samt Zweiachser sollte parallel zu einer Linie mit 20 Zentimeter Abstand mehrere Meter rückwärts bewegt und dann abgestellt werden - eine Aufgabe, die ungeübte Fahrer leicht ins Schwitzen bringt.

Und passend zum schlechten Wetter gab erstmals einen "trockenen" Theorieteil: Hier galt es, Fragen aus der Führerscheinprüfung zu beantworten.

Trotz Dauerregens gab sich Lisa Buck, Vorsitzende der Landjugend, zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung: "In zwei Jahren machen wir das wieder."