Literatur Langenau: Nimbus Verlag stellt sich vor

Julia Knapp liest aus einigen Werken.
Julia Knapp liest aus einigen Werken. © Foto: Josephine Schuster
Langenau / Josephine Schuster 14.08.2018

Der wichtigste Partner eines Buchverlages ist der Buchladen. Deshalb stellen sich Verleger gern persönlich vor – so wie kürzlich der Nimbus Verlag in der Langenauer Buchhandlung Mahr. Der kleine Verlag stammt aus dem schweizerischen Wädenswil. Mit rund zehn Mitarbeitern bringt er jährlich zehn bis zwölf neue Bücher heraus, berichtete Inhaber Bernd Echte. „Dadurch haben wir den Vorteil, dass unsere Fixkosten niedrig sind und wir flexibel sein können.“

Man müsse gegen die E-Books ankommen – deshalb verlege Nimbus nur Werke, die über die Jahre hinweg Bestand hätten. „Die man sich noch aus Papier ins Regal stellen möchte: Standardwerke aus der Kunsthistorik, Kataloge für bedeutende Ausstellungen und Liebhaberstücke“, sagte Echte. „Schnell und billig sollen die großen Verlage machen.”

Die kleinen Verlage seien das Salz in der Suppe, sagte auch der Inhaber der Buchhandlung, Thomas Mahr. „Die großen Verlage rücken immer mehr zusammen und wenn alles zur Mitte geht, wird’s langweilig. Wenn ich dann die Vorschauen der kleinen Verlage anschaue, bekomme ich wieder gute Laune.”

Bei Wein, Käse und freiem Eintritt füllte sich die Buchhandlung schnell. Die Gäste bekamen nicht nur einen gewöhnlichen Vortrag kredenzt – Bernd Echte und seine Kollegin Julia Knapp verknüpften die Inhalte der Werke gekonnt. So spielt „Der Gehülfe“ von Robert Walser in der Villa Abendstern am Zürichsee. Genau hier sitzt auch der Nimbus Verlag und innerhalb dieses inhaltlichen Rahmens wurden Teile der neuen Literatur vorgetragen. Darunter „Die fremden Götter” von Hermann Kesten, „Ich schreibe aus Paris” von Helen Hessel und „Der Atlas der Erinnerung” von Norbert Hummelt. Zu jedem Buch wusste Verleger Bernd Echte, wie es zum ihm gekommen ist und warum er sich dafür entschieden hat.

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