Projekt Langenau: Infos über Mint-Berufe

Melanie Becker zeigt ein T-Shirt, mit dem man über eine App Organe sichtbar machen kann.
Melanie Becker zeigt ein T-Shirt, mit dem man über eine App Organe sichtbar machen kann. © Foto: Sonja Fiedler
Langenau / Sonja Fiedler 27.06.2018

Irgendwann in gar nicht so ferner Zukunft werden Autos ohne Fahrer auf den Straßen unterwegs sein, selbstständig ihren Weg finden. Doch was, wenn sich jemand in das Computersystem des Fahrzeugs einhackt und so Unfälle verursacht? „Es ist lebensnotwendig, dass diese Autos absolut sicher sind. Daran arbeiten Fachinformatiker“, sagte Susanne Fries in der Gemeinschaftsschule Langenau. Die Geoökologin war gemeinsam mit der Molekularbiologin Melanie Schneider zu Gast, um Achtklässlern naturwissenschaftliche Berufe näher zu bringen.

„Wir versuchen, Schülern zu zeigen, wie spannend Natur und Technik sind und dass man damit viel mehr machen kann, als man erwartet“, sagte Fries. Zudem sei es Ziel, die Schüler auf Berufsbilder aufmerksam zu machen, die ihnen nicht geläufig sind. „Jeder kennt den Kfz-Mechatroniker, aber was ein Mikrotechnologe macht, weiß keiner.“

Die Schüler erwartete kein gewöhnlicher Vortrag, sondern eine interaktive Vorführung mit vielen Videoclips und spannendem Anschauungsmaterial. Die Referenten zeigten etwa wasserabweisende Textilien, eines künstliches Hüftgelenk aus Keramik und ein so genanntes Cochlea-Implantat für Gehörlose. Im Anschluss an die Informationsveranstaltung konnten die Schüler sich alle Gegenstände anschauen und ausprobieren sowie sich direkt bei den Coaches über Berufe und Berufsfelder informieren.

Programm zur Berufsfindung

„Coaching4future“ heißt das Programm, das es inzwischen seit zehn Jahren für alle weiterführenden Schulformen in Baden-Württemberg gibt (siehe Infokasten). „An vielen Schulen ist es mittlerweile fester Bestandteil der Berufsorientierung“, sagte Schneider. Natürlich bekäme nicht jeder Schüler durch ihren Vortrag Interesse an einem naturwissenschaftlichen Beruf. „Aber unsere Erfahrung zeigt, dass sie meistens schon begeistert sind.“

In der Gruppe der Langenauer Achtklässler hatten schon einige Schüler eine Vorstellung, was sie später einmal werden wollen. Berufe wie Schreinerin, Tierarzthelferin und Zimmermann wurden genannt, aber auch Fachinformatiker und Kfz-Mechatroniker. An dem Vortrag der Naturwissenschaftlerinnen zeigten die Schüler großes Interesse und beteiligten sich konzentriert und aktiv am Gespräch. „Das ist nicht immer ganz so“, lobte Becker. Ihren nächsten Besuch in der Region hat das Team von „Coaching4Future“ auf der Messe Vocatium am 5. und 6. Juli in der Ratiopharm Arena in Neu-Ulm.

Nachwuchs für Mint-Berufe fördern

Programm Das Programm „Coaching4Future“ wird von der Baden-Württemberg-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit und Südwestmetall getragen. Ziel ist es, Nachwuchs für Mint-Berufe zu gewinnen.

Fachrichtung  Mint steht für die Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel