Transport Langenau ringt um Schulbusverkehr

Langenau / Barbara Hinzpeter 07.09.2018
Keine großen Fahrplan-Änderungen in Langenau: Bernstadter Real- und Gemeinschaftsschüler müssen weiterhin früher aufstehen.

Am Montag ist Start ins neue Schuljahr – das zweite mit geändertem Unterrichtsbeginn an den Langenauer Schulen. Der war vor einem Jahr von 7.25 auf 8 Uhr verlegt worden, was eine Herausforderung fürs Busunternehmen gewesen sei, sagt Nadine Maier vom städtischen Schul-, Sport- und Kulturamt. Vieles lief am Anfang holprig: Eltern, Schüler und Lehrer klagten über volle Busse und ungünstige Fahrzeiten (wir berichteten). Nach „kooperativen Gesprächen“ mit Verantwortlichen der „DB Zugbus Regionalverkehr Alb-Bodensee“ (RAB) seien im Lauf des vergangenen Schuljahrs einige Änderungen getestet und fürs neue Schuljahr übernommen worden.

„Immer wieder fanden Besprechungen zwischen Vertretern der Schüler, der Eltern, der Schulen, des Landratsamts und der Stadtverwaltung sowie mit dem Verkehrsplaner und dem Busunternehmen statt“, berichtet Maier. Dabei wurde versucht, die Touren für die Bernstadter Kinder zu verbessern. Denn die Real- und Gemeinschaftsschüler fahren mit dem ersten Bus und treffen mehr als eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn ein, während die Gymnasiasten erst um 7.35 Uhr losfahren müssen.

Kapazität reicht nicht

Doch der Einsatz eines Gelenkbusses, der alle Schüler von Bernstadt auf einmal und zur späteren Abfahrtszeit nach Langenau bringen könnte, sei nicht möglich. Die RAB hätten sich zwar ursprünglich dazu bereit erklärt. Doch habe sich nun herausgestellt, dass aufgrund der höheren Schülerzahlen im neuen Schuljahr ein Gelenkbus nicht mehr ausreichen würde, erklärt Nadine Maier. Die Kapazitäten der RAB reichten andererseits nicht, um zusätzlich und zeitgleich zum Gelenk- einen einfachen Bus auf Tour zu  schicken. Also bleibe es bei zwei verschiedenen Abfahrtzeiten. Das heißt, die Bernstadter Real- und Gemeinschaftsschüler müssen auch im kommenden Schuljahr wieder früher aufstehen als die Gymnasiasten.

Bewährt habe sich, dass die Busse auf der Linie 582 von den Ortsteilen fünf Minuten früher fahren. Insbesondere die Gemeinschaftsschule hatte darüber geklagt, dass die Buben und Mädchen aus den Ortsteilen erst nach dem Klingeln eintrafen. Diese Busse lassen die Realschüler nun nicht mehr an der Stadthalle, sondern in der Langen Straße aussteigen, damit sie dann zügig die Gemeinschaftsschule ansteuern können.

Aus Elchingen hat Nadine Maier keine Klagen mehr gehört. Die Elchinger hatten massiv protestiert, weil der Bus zu voll war. Der Zug, der ihn entlasten sollte, war oft verspätet. Aber auch bei regulärer Ankunft mussten die Realschüler rennen, um rechtzeitig zur ersten Stunde zu kommen. Inzwischen warte am Bahnhof ein Bus auf den Zug und bringe die Kinder zur Real- und Gemeinschaftsschule, sagt Nadine Maier. Er wurde nach einer Testphase vor den Sommerferien offiziell in den Fahrplan aufgenommen.

Info Die neuen Fahrpläne sind im Internet unter www.ding.eu zu finden.

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