Temmenhausen Landwirt soll Bedingungen erfüllen

Dornstadt / Thomas Vogel 04.10.2018

Eine Chance für die innerörtliche Entwicklung in Temmenhausen. Unter dieser Voraussetzung hat der Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik des Dornstadter Gemeinderats dem Baugesuch eines Landwirts zugestimmt. Das Vorhaben sieht östlich von Temmenhausen im Außenbereich einen Rinderstall mit Melkhaus, Güllegrube und zwei Fahrsilos vor. Vom Temmenhausener Ortschaftsrat bereits abgelehnt, wurde auch im Ausschuss kontrovers über das Baugesuch diskutiert. Das Projekt könne die „Weiterentwicklung des Ortes in der Zukunft“ gefährden, sagte Günther Vetter (CDU/BWV), Ortsvorsteher von Temmenhausen. Zumal das jetzige Vorhaben „noch nicht das Ende der Fahnenstange“ sein werde. Dem schloss sich Paul Sauter (CDU/BWV) an, der zudem darauf verwies, dass schwere Traktoren und Lastwagen, die mit einem solchen Anwesen verbunden seien, „die Feldwege in Grund und Boden fahren“. Für die Instandsetzung müsse dann wieder die Gemeinde aufkommen. Wegen der „ungeklärten Erschließung“ verweigerte auch Andreas Engels (SPD) seine Zustimmung. Weitere strittige Punkte waren die zu erwartenden Emissionen sowie die Zersiedelung der Landschaft.

Erschließung sichern

Mit neun zu vier Stimmen und bei einer Enthaltung erteilte der Ausschuss letzlich doch das gemeindliche Einvernehmen. Bürgermeister Rainer Braig hatte wie Andreas Aigeltinger (Freie Wähler) das Vorhaben als Chance für Temmenhausen bezeichnet – wenn die vorhandenen Ställe im Ortskern aufgegeben werden. Diese Bedingung wurde dann auch in den Beschluss aufgenommen. Ferner muss der Landwirt die Erschließung des neuen Anwesens sicherstellen und darlegen, mit welchen Fahrzeugen die Wege dorthin befahren werden. Schließlich soll ein Flurstück am nordöstlichen Ortsrand in die immissionsschutzrechtliche Prüfung einbezogen werden. So möchte die Gemeinde sicherstellen, dass dort auch künftig Wohnungsbau möglich ist.

Genehmigungsbehörde für das landwirtschaftliche Vorhaben ist das Landratsamt.

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