Kultur Buntes Programm: Laichinger Kammermusik

Auch Manuela Riegner (links) ist wieder dabei bei einer „Stunde der Kammermusik“ im Jahr 2018.
Auch Manuela Riegner (links) ist wieder dabei bei einer „Stunde der Kammermusik“ im Jahr 2018. © Foto: Sabine Graser-Kühnle
Laichingen / Sabine Graser-Kühnle 13.01.2018
Ein bunt gemischtes Programm bietet die Laichinger Reihe „Stunde der Kammermusik“ mit 18 Veranstaltungen in 2018.

Auf 18 Konzerte in Laichingen können sich die Freunde der Kammermusik in diesem Jahr freuen. Schon mit dem Start am vergangenen Sonntag mit dem Tenor Girard Rhoden (wir berichteten) hat die Konzertreihe „Stunde der Kammermusik“ die Messlatte hoch gelegt. Viele hochkarätige Musiker sind zu finden im neuen Jahresprogramm.

So konzertiert am 21. Januar der Klarinettist Norbert Kaiser zusammen mit Burkhart Zeh (Viola) und Katrin Randecker (Klavier). Kaiser ist Professor an der Musikhochschule Stuttgart. Seine Meisterkurse sind bis in Madrid gut gebucht und, wie Volker Hausen, verantwortlich für das Programm, sagt, ist Kaiser ein „phänomenaler Klarinettist“.

Viele Musiker bewerben sich bei Hausen, weil sie in Laichingen schon musiziert haben. Nach Rückmeldungen der Künstler meint er zu wissen, weshalb: „Das ist für mich ein Dreiklang: Die Musiker sind erstens vom Bürgersaal begeistert, zweitens vom tollen Flügel und schließlich, weil das Laichinger Publikum besonders aufmerksam sei.“ Die Zuhörer treffen somit auch in diesem Jahr ihnen bereits bekannte Musiker: Cembalist Dimitri Subow wird im Dezember mit dem zweiten Band des Bach‘schen „Wohltemperierten Klaviers“ auftreten, den ersten Band hatte er 2016 gespielt.

Die Minsker Kammersolisten sind ebenso gern gehörte Musiker wie die Pianisten Elisabeth Thöni und Kyoko Sawada, beide bringen Ensembles mit. Rebecca-Madeleine Katz, die im Bürgersaal ebenfalls begeisterte, singt Gedichtvertonungen von Heinz Erhardt.

Mit Gitarre und Hackbrett

Das Programm ist gut durchmischt, gerade die Hälfte aller Konzerte sind im klassischen Bereich angesiedelt. Traditionell steht am Jahresbeginn ein abendliches Jazzkonzert an, dieses Jahr mit den „Swinging Ladies“ am 3. Februar. Nicht alle Konzerte finden im Bürgersaal statt, die „Swinging Ladies“ treten in der Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasiums auf. Ein echtes Schmankerl dürfte der Auftritt von „Salz & Pfeffer“ am 23. September sein. Das Duo musiziert mit Gitarre und Hackbrett Werke großer Komponisten, internationale Folklore oder Klassiker der U-Musik. Hausen verspricht musikalischen Genuss, „gesalzen und gepfeffert“.

Folkloristisch wird es am 15. Juli in Westerheim: Das Folklore-Sextett aus Ölmütz tritt in der St. Stephanus-Kirche auf und löst damit ein Versprechen ein: Vergangenes Jahr musste das Ensemble kurzfristig absagen. Staunen dürfte der Auftritt von „The Brassists“ auslösen. Es sind vier junge Blechbläser, die im Vorjahr beim Bundespreis „Jugend musiziert“ den Titel als  beste deutsche Nachwuchsbläser errungen haben.

Bekannt in Laichingen ist die aus der Region kommende Flötistin Manuela Riegner, die heuer mit ihrem einstigen Lehrer Prof. Norbert Girlinger aus Linz und Christian Riegner als Ensemble „Kokopelli“ auftritt. Noch nie gehörte Gäste in der Konzertreihe sind die Frauen des Chorensembles „aCHORd“ vom Gesangverein Frohsinn Laichingen. Bei ihren letzten Konzerten gefeiert, präsentieren sich die Sängerinnen um Chorleiterin Christine Menge vor dem Kammermusikpublikum.

Fester Bestandteil eines jeden Jahresprogramms sind die Lehrer und fortgeschrittenen Schüler der Musikschule. Ebenso gehört mittlerweile zum Jahresplan ein Konzert in Kooperation mit der Stadt. Am Samstagabend singen die beiden Tenöre Toni di Napoli und Pietro Pato in der Daniel-Schwenkmezger-Halle. Beginn ist um 19.30 Uhr.

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