Laichingen Laichingen ist ein guter Termin

Blutspendetermin in der Daniel-Schwenkmezger-Halle in Laichingen. Foto: Peter Schumann
Blutspendetermin in der Daniel-Schwenkmezger-Halle in Laichingen. Foto: Peter Schumann
Laichingen / PETER SCHUMANN 16.03.2012
Laichingen ist für das Deutsche Rote Kreuz eine gute Adresse, wenns um Blutspenden geht. Auch am Mittwoch kamen wieder über 400 Konserven zusammen. Damit liegt die Stadt in der Region an der Spitze.

Fünfmal pro Jahr kommt der Blutspendezug der Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Ulm pro Jahr nach Laichingen. Aus gutem Grund. Wie der Laichinger stellvertretende Bereitschaftsleiter Hans Wiedmann berichtet, wird in Laichingen weitaus bereitwilliger Blut gespendet als sonstwo im weiten Umkreis. In Blaubeuren würden zum Beispiel pro Spendetag in Schnitt 120 Blutkonserven zusammenkommen, im weitaus größeren Ehingen rund 300. Als Wiedmann am Mittwochabend die Konserven des Laichinger Spendentags zusammenzählte, kam er auf 410 Konserven, die in die Zentrale nach Ulm geschickt wurden. Eigentlich waren es sogar 436 potenzielle Spender gewesen, doch mussten 26 aus verschiedenen medizinischen Gründen abgelehnt werden, wie Wiedmann berichtet.

Die Blutkonserven werden in Ulm in Einzelteile "zerlegt", wie der Werbe- und Organisationsreferent Hasan Gökcayir weiß. Zum einen in die roten Blutkörperchen, die Erythrozyten. Des weiteren in Blutplasma. Und als dritte Komponente werden Thrombozyten gewonnen, die am wertvollsten sind. Weil man für eine Blutkonserve das Blut von vier gleichen Spendern benötigt. Thrombozyten haben auch das kürzeste Haltbarkeitsdatum: Sie müssen innerhalb von vier Tagen verwendet werden, sagt Gökcayir.

Rund eine Stunde müssen bereitwillige Spender in Kauf nehmen, wenn sie sich ihr Blut "abzapfen" lassen. Kommen pro Termin rund fünf Prozent Erstspender, so ist Laichingen auch in dieser Hinsicht Spitzenreiter. Wiedmann erzählt, dass es hier immer zwischen fünf und zehn Prozent neue Spender sind. Dies mag daran liegen, dass das Essen in Laichingen besonders gut und großzügig verteilt wird. "Wir bieten den Leuten etwas, das zieht", sagt Wiedmann. Und die Betreuung durch die rund 40 DRK-Mitglieder des Ortsvereins sei auch hervorragend.