Bernstadt Künstler befassen sich mit Lonetal

Hans Liebl (von li.), Renate Zugmaier, Ingrid Wörner, Dieter Nothwang und sechs weitere Künstler stellen ihre Lonetal-Werke in Bernstadt aus. Foto: Alina Buck
Hans Liebl (von li.), Renate Zugmaier, Ingrid Wörner, Dieter Nothwang und sechs weitere Künstler stellen ihre Lonetal-Werke in Bernstadt aus. Foto: Alina Buck
Bernstadt / ALINA BUCK 28.02.2012
Raureif, ein mäandernder Bach, Leben und Tod in der Steinzeit - auf unterschiedlichste Weise hat sich der Künstlerstammtisch Ulm mit dem Lonetal befasst. Zu sehen im historischen Saal des Rathauses Bernstadt.

"Alle Kunst ist der Freude gewidmet." Mit diesem Schiller-Zitat hat der Bernstadter Bürgermeister Oliver Sühring am Sonntag im historischen Saal des Bernstadter Rathauses eine Ausstellung von zehn Künstlern des Künstlerstammtisches Ulm eröffnet. Sämtliche Werke befassen sich mit dem Thema "Lonetal".

Dieter Nothwang, einer der zehn Künstler, hatte die Idee für die Ausstellung in Bernstadt. "Ich war vor ungefähr einem Jahr hier in der Nähe beim Langlaufen. Die Landschaft hat mich so inspiriert, alle Bäume waren mit Raureif überdeckt. Da dachte ich, bis ins Lonetal ist es nicht weit von Bernstadt. Dort wäre ein toller Platz, um unsere Kunst auszustellen." Gut ein Jahr später hatte jeder Künstler auf seine eigene Weise, in seiner eigenen Bildsprache eine Lösung gefunden, das darzustellen, was ihn bei diesem Thema besonders inspiriert. Die Ausstellung gibt den Künstlern nun die Möglichkeit, ihre Ideen dem Publikum näherzubringen.

Eduard Hollmann, ausgebildeter Künstler, drückt mit seinen Bildern sozusagen das Gefühl aus, in einer Höhle zu leben. "Eines meiner Bilder ist im Garten entstanden. Ich habe Steine und Holz aus dem Lonetal auf ein weißes Blatt Papier gelegt und bin einfach mit den Füßen darauf herumgetreten. Das ist für mich das Lonetal", erklärte Hollman sein Werk. Aber auch Karl Ackermann, Fritz Einsiedler, Margret Schenk, Susanne Schwenk und Renate Zugmaier beeindruckten das Publikum mit unterschiedlichsten Interpretationen des Lonetals.

Für Ingrid Wörner "mäandert ein Bach durch das Lonetal mit seinen schönen Wiesen und Feldern". Hans Liebl thematisierte dagegen eine ganz andere Seite des Lonetals. Er malte die dunkle Seite des Steinzeitalters und stellte das Leben damals mit seinen zwei Bildern "Leben und Tod" dar. Beeindruckt war das Publikum auch von den Fotografien von Reintraut Semmler und Dieter Nothwang. Mit der Aufnahme "Raureif" zeigte Dieter Nothwang, wie schön ein Wintertag im Lonetal, ganz in der Nähe des Fohlenhauses, sein kann.

Noch vier Wochen, bis zum 23. März, gibt es die Möglichkeit, sich im ehemaligen Festsaal von der Kunst der Maler, Grafiker, Objekt- und Fotokünstler inspirieren zu lassen.