Erbach Künftig langsamer durch die Ulmer Straße

FRANZ GLOGGER 07.11.2013
Weniger Asphalt, dafür Bäume und Parkbuchten: So will die Stadt Erbach den Verkehr in der Ulmer Straße in Dellmensingen beruhigen.

Zwischen 2000 und 3000 Fahrzeuge fahren täglich durch die Ulmer Straße in Dellmensingen. Viele davon zu schnell und viele, die die Straße als Abkürzung benutzten, berichtete Stadtbaumeisterin Sandra Dolderer dem Technischen Ausschuss des Gemeinderats. Etwa die Hälfte seien Auswärtige auf dem Weg nach Ulm. "Dazu bietet sich die Strecke förmlich an, ist aber für die Anwohner eine große Belastung", sagte Dolderer. Deshalb soll eine Neugestaltung der Straße den Verkehr beruhigen, mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer schaffen und die Auswärtigen auf die eigentliche Ortsdurchfahrt von Dellmensingen - Straubstraße und Lange Straße - "auslagern".

Der erste, rund 700 Meter lange Bauabschnitt betrifft den Bereich zwischen der Josef-Haydn-Straße und Schillerstraße. Zwei von Bäumen eingesäumte Parkbuchten, mal links, mal rechts, sowie Betonflächen als "Aufmerksamkeitsbereich" an den beiden Ausgängen des Friedhofs sollen Autofahrer zu langsamerem Fahren anhalten.

Der größte Eingriff findet bei den Einmündungen der Alten Landstraße und der Josef-Haydn-Straße statt. Die üppigen Asphaltflächen und die teils überdimensionierte Fahrbahnbreite werden zugunsten von Grünflächen zurückgebaut, die Alte Landstraße wird zudem statt im spitzen im rechten Winkel auf die Ulmer Straße geführt. Zusammen mit der Anpflanzung von Bäumen soll so von Donaustetten her "eine Torwirkung entstehen", erläuterte Sandra Dolderer. Weiter ist vorgesehen, die Bushaltestelle bei der Kapelle "deutlicher sichtbar" anzulegen. Die seit vergangenem Jahr geltende 30er-Zone mit Vorfahrt rechts vor links wird beibehalten. Die Kosten schätzt die Stadtbaumeisterin auf 305 000 Euro. Im Frühjahr sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden und bald darauf beginnen. Die Mitglieder des Technischen Ausschusses stimmten geschlossen zu. In einem zweiten Abschnitt soll die schwierige Kreuzung des Darrewegs und der Schulstraße angegangen werden.