Klimaschutz Kreis verzichtet auf Klima-Punkte

Alb-Donau-Kreis / ts 07.07.2018

Ein kreisweites Klimaschutzkonzept, das dann auch von den Städten und Gemeinden umgesetzt werden müsste, wird es im Alb-Donau-Kreis nicht geben. Das ist in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses des Kreistags deutlich geworden.

Für die Umsetzung eines solchen Konzeptes müsste das Landratsamt auf Handlungsfeldern der Kommunen tätig werden, und das sei im Alb-Donau-Kreis weder üblich noch beabsichtigt, sagte Landrat Heiner Scheffold. Alexander Baumann, CDU-Kreisrat und Oberbürgermeister von Ehingen, bekräftigte diese Haltung. Am Grundsatz der kommunalen Selbstverwaltung, den Gemeinden nicht in deren Zuständigkeiten hineinzuregieren, solle der Landkreis festhalten. Anlass für diese Äußerungen war der Bericht der Kreisverwaltung über die Energiespar-Zertifizierung European Energy Award.

An diesem Verfahren hat der Landkreis 2014 zum ersten Mal teilgenommen und ist im vergangenen Jahr erneut zertifiziert worden – mit deutlich besserem Ergebnis. „Ein wesentlicher Erfolg des Energie-Teams der Kreisverwaltung“, sagte Scheffold. Um die für die nächste Stufe, den European Energy Award in Gold, notwendigen Punkte zu erreichen, müsste als wesentliche Voraussetzung bis November 2020 ein kreisweites Klimaschutzkonzept stehen. „Dann reicht’s halt nicht zu Gold“, sagte der Landrat. Gleichwohl werde die Verwaltung sinnnvolle Klimaschutz-Vorhaben umsetzen – unabhängig von Zertifizierungspunkten.

So hält die Kreisverwaltung an ihrem energiepolitischen Arbeitsprogramm fest, über das nach der Sommerpause im Kreistag berichtet wird. Dazu gehört die Selbstverpflichtung, bei Sanierungen und Neubauten bestimmte energetische Standards einzuhalten. Vorgesehen ist auch, die kreiseigenen Gebäude von 1. Januar 2020 an mit Ökostrom zu versorgen. Zudem sollen die Baukontrollen durch das Landratsamt hinsichtlich gesetzlicher Energiesparvorschriften verstärkt werden. Ferner nimmt das Landratsamt am Projekt „Klimaneutrale Verwaltung“ der Landesregierung teil.

Energiebericht über Landratsamt und Co.

Verbrauch Seit 2011 erstellt die Kreisverwaltung in Eigenregie einen Energiebericht. Darin wird der Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch in den kreiseigenen Gebäuden aufgelistet. Das sind das Landratsamt in Ulm, die Außenstelle in Ehingen, die Valckenburgschule in Ulm, das berufliche Schulzentrum, die kaufmännische Schule und die Schmiechtalschule in Ehingen sowie die Martinschule in Laichingen. Dort wurden insgesamt im vergangenen Jahr 1,7 Millionen Kilowattstunden Strom und 6,06 Kilowattstunden Wärme verbraucht.

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