Projekt Kreis-Neubau wohl günstiger als erwartet

Alb-Donau-Kreis / Thomas Steibadler 03.07.2018

„Wir liegen absolut im Kostenrahmen.“ Diese erfreuliche und in Zeiten steigender Baukosten eher unerwartete Mitteilung hat Landrat Heiner Scheffold gestern im Verwaltungsausschuss des Kreistags gemacht. Thema war der Verwaltungsneubau an der Hauffstraße in Ulm unmittelbar neben dem Landratsamt. Veranschlagt ist das Projekt auf 22 Millionen Euro, und bislang sind 16 von 27 Gewerken vergeben worden. Damit sind 80 Prozent der reinen Baukosten abgedeckt. Kostenmäßig sollte also nicht mehr viel passieren, zumals die bisher vergebenen Aufträge insgesamt etwa 1,9 Millionen Euro unter der Kostenberechnung liegen.

Auf der anderen Seite ist das Vorhaben, mit dem im November vergangenen Jahres begonnen wurde, etwas in Verzug geraten. Die Rohbau-Arbeiten hinken dem Landratsamt zufolge etwa zwei Monate hinter dem Zeitplan her. Möglicherweise kann die Verzögerung durch eine Änderung des Bauablaufs aufgeholt werden. Die Fertigstellung des siebenstöckigen Bauwerks mit 4700 Quadratmetern Nutzfläche ist für November 2019 geplant.

Am Montag hat der Ausschuss zehn Aufträge über insgesamt etwa 4,6 Millionen Euro vergeben. Die meisten dieser Gewerke kosten weniger als berechnet. Für die Starkstromarbeiten war nur ein gültiges Angebot abgegeben worden, und dieses liegt 450 000 Euro unter der Kostenberechnung. Einigen Kreisräten kamen Zweifel an der Auskömmlichkeit so günstiger Preise. Die Überprüfung durch die Projektsteuerung habe jedoch keine Auffälligkeiten ergeben, vericherte Sarah Schiffer von der Kreiswerwaltung.

Ebenfalls deutlich günstiger als erwartet wird die Modernisierung der Telefonanlage im Landratsamt. Ein Beratungsunternehmen hatte die Kosten auf 340 000 Euro geschätzt, das günstigere von zwei eingereichten Angeboten beträgt 228 000 Euro. Auch dieses Angebot sei realistisch und auskömmlich, sagte eine Mitarbeiterin der Beratungsfirma.

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